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Schließlich finde ich mich bewogen, darauf aufmerksam
zu machen, wie viele nützliche Einrichtungen in Rendsburg
seit den lettten 4 Jahren vorgenommen sind, und dazu rechne
ich, außer den schon erwähnten, auch noch eine bessere Stra-
ßenbeleuchtung und ein neues Steinpflaster, welches Beides
im vorigen Jahre anfing. Jetzt, da wir seit Kurzem in der
Person des Herrn Justizraths Berger einen neuen Präsiden-
ten und Polizeimeister erhalten haben, können wir um so
mehr hoffen, daß diese lobenswerthe Umsorge der Authori-
täten in steigender Progression fortschreiten werde, und dür-
fen erwarten, daß endlich der große Mißbrauch gehoben
werde, Verstorbene in der Stadt zu begraben *) Bis jetzt
ist dieses anerkannt gefährliche Uebel nicht abgekommen **),
und man begnügt sich nicht einmal damit, die Stadtbewoh-
ner hier zu beerdigen, sondern auch Bauern werden vom
Lande hereingebracht; ~ und nur Soldaten, Juden und
Sklaven vor dem Thore begraben.
Rendsburg im Februar 4822.
E .
") Da Rendsburg eine Festung ist, so müßten doch immer Kirch
höfe in der Stadt für Nöthfälle bleiben.
D. Reed.
.
Wir haben für einzelne Gemeinden Verbote gegen das Begra-
ben in den Städten. Es giebt aber kein allgemeines Geset,
welches diesen Gebrauch aufhebt. Selbst das Begraben in den
Kirchen ist nicht allgemein, sondern uur hie und da in einzel-
neu Gemeinden untersagt-. D. Red.

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