Full text: (Dritter Band)

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305. A 
der neuen Befestigung fiel das Wassere oder Mühlenthor 
weg und es blieben nur die an der schleswigschen und hol- 
steinischen Seite noch vorhandenen beiden Thore der Altstadt. 
Im Jahr 1690 und in den folgenden 4 Jahren wur- 
den unter der Regierung Christian des 5ten Neuw er k und 
Kronwerk von dem Generalmajor v. Scholten angelegt; 
das. erstere vor dem holsteinischen, das letztere vor dem schles- 
wiger Thore. Beide sind als Außenwerke für die Altstadt 
zu betrachten, die dadurch in den Stand gesetzt wird, sich. als 
einen Abschnitt oder als eine Citadelle zu betrachten, worin 
man sich noch eine Zeitlang vertheidigen kann, wenn auch 
die beiden Vorstädte schon genommen sind. Durch diese Be- 
festigung entstanden zwei neue Thore, das neu-holsteinsche 
auf der Seite von Holstein, und das Kronwerker Thor 
nach der schleswigschen Seite, auch wurde die Stadt von 
nun an in drei Theile getheiltl; Altstadt, Neuwerk und 
Kronwerk *), 
Die Volks meng e betrug nach der Zählung vom Jahre 
1803, gegen 3,700 Menschen außer der Garnison. Diese 
besteht jetzt aus den beiden Infanterie-Regimentern Olden- 
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burg und Holstein und einer Brigade Artillerie, die jedoch 
alle in Friedenszeiten nur wenig Mannschaft zum Dienste 
haben. 
*) Bei Gelegenheit der Befestigung im Jahr 1691 ward ein schles- 
wigsches Dorf, Vindzier, abgebrochen. Das Dorf lag vor dem 
schleswiger Thore und ward als eine Vorstadt von Rendsburg 
angesehen. Vergl. in den Prov. Berichten v. 1818 S. 290 ei- 
nen Aufsatz unter dem Titel: Veschreibung und Nachricht 
der hiebevor in Vindzier gelegenen Camperkirche, 
warum dieselbe allda abgebrochen und zu Hohn 
wieder aufgebaut worden.
	        
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