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der neuen Befestigung fiel das Wassere oder Mühlenthor
weg und es blieben nur die an der schleswigschen und hol-
steinischen Seite noch vorhandenen beiden Thore der Altstadt.
Im Jahr 1690 und in den folgenden 4 Jahren wur-
den unter der Regierung Christian des 5ten Neuw er k und
Kronwerk von dem Generalmajor v. Scholten angelegt;
das. erstere vor dem holsteinischen, das letztere vor dem schles-
wiger Thore. Beide sind als Außenwerke für die Altstadt
zu betrachten, die dadurch in den Stand gesetzt wird, sich. als
einen Abschnitt oder als eine Citadelle zu betrachten, worin
man sich noch eine Zeitlang vertheidigen kann, wenn auch
die beiden Vorstädte schon genommen sind. Durch diese Be-
festigung entstanden zwei neue Thore, das neu-holsteinsche
auf der Seite von Holstein, und das Kronwerker Thor
nach der schleswigschen Seite, auch wurde die Stadt von
nun an in drei Theile getheiltl; Altstadt, Neuwerk und
Kronwerk *),
Die Volks meng e betrug nach der Zählung vom Jahre
1803, gegen 3,700 Menschen außer der Garnison. Diese
besteht jetzt aus den beiden Infanterie-Regimentern Olden-
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burg und Holstein und einer Brigade Artillerie, die jedoch
alle in Friedenszeiten nur wenig Mannschaft zum Dienste
haben.
*) Bei Gelegenheit der Befestigung im Jahr 1691 ward ein schles-
wigsches Dorf, Vindzier, abgebrochen. Das Dorf lag vor dem
schleswiger Thore und ward als eine Vorstadt von Rendsburg
angesehen. Vergl. in den Prov. Berichten v. 1818 S. 290 ei-
nen Aufsatz unter dem Titel: Veschreibung und Nachricht
der hiebevor in Vindzier gelegenen Camperkirche,
warum dieselbe allda abgebrochen und zu Hohn
wieder aufgebaut worden.

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