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Auch manche unglückliche Schicksale haben Rendsburg
getroffen, und von Feuersbrünsten, Pest und Belagerungen
hat die Stadt vieles gelitten. 1264 brannte sie ganz ab,
ward aber bald wieder aufgebaut. 4286 ward. die halbe
Stadt in Asche gelegt. Bei der Wiederaufbauung wurden
die beiden jetzt noch existirenden Straßen, die Nienstadt und
die Neustraße angelegt. 4330 war abermals ein großer
Brand, wobei jedoch die im Jahr 1287 neuerbaute Marien-
kirche und etliche auf der sogenannten Witterung stehende
Häuser verschont blieben. 4388 brannte wieder der dritte
Theil der Stadt. ab.
In den Jahren 4582 und 4712 ist hier die Pest gewes
sen, und dauerte das letzte Mal vom ersten Aug. bis zum
31, Dec. Es. starben von der Bürgerschäft und der Garnison
gegen 1600 Menschen #).
Außer den kleinen Belagerungen ist Rendsburg vom
Gten Dec. 4627 bis zum 27sten Jun. 4629 von kaiserlichen
Truppen besetzt gewesen, als Tilly und Wallenstein hier im
Lande hauseten. Wallenstein wohnte damals eine kurze Zeit
in dem jetzigen Romerschen Hause.
Vom 412ten Dec. 4643 bis den 8ten August 1644 ist
es von schwedischen Truppen besetzt gewesen. Wom 25sten März
bis zum Z30sten August 4645 hat es unter dem Commando
des Oberstlieutnants Walther eine lange und hartnäckige Bes
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ist, unter der Verpflichtung des Pächters, über die Stadthöl-
zung sowohl zu .Schachtholm als zu Lumvy und Hörsten, so wie
über alle dortige Stadtgründe die Aufsicht zu führen.
“) In |esles Reisen (Leipzig 1820) Bd. I. S.20 wird noch an-
geführt, ohne Zweifel irrig, daß die Pest zulekt 1764 in Rends-
burg gewesen sey, und unter den Festungsselaven angefangen
habe.

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