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nordwestlich von dem eigentlichen Schloßgrunde befanden und
Schlick, welches südlich vom Schlosse lag. Sowohl am Süd-
ende der Schleifmühlenaue als auch am schleswiger Damm
war eine Schleuse. Die letztere wird die Veranlassung zu
der Benennung jener Gegend seyn. Von dieser Schleußkuhle
haben die Straßen rechts und links der schleswiger Thorstraße
noch ihren Namen. Uebrigens war dieses alles hinter dem
schleswiger Thor, und die Eider, welche die Grenzen des
Reichs machte, ist immer nördlich von dem Schlosse vor=
beigeflossew.
Die erste Entstehung Rendsburgs kann nicht mit Ges
wißheit angegeben werden; desto zahlreicher und verschiede-
ner sind die Meinungen darüber *). Berücksichtigt man die
Lage der Eider und zugleich den vortrefflichen Lagerplatz,
der früher zwischen der Wehraue und der Eider gewesen ist,
so möchten sich folgende Resultate ergeben.
41) Daß der Eiderpaß bei Rendsburg schon seit dem
Anfange dés Iten Jahrhunderts bekannt gewesen ist, und daß
Carl der Große, Heinrich der 4ste uud Otto der Aste hier,
wo schon damals eiu wichtiger Paß war, eben so wie nach
andern geendigten Kriegen oder gemachten Eroberungen, ei-
nen Mark- oder Grenzgrafen gesetzt haben.
2) Daß in der 2ten Hälfte des 41ten Jahrhunderts
entweder von dem dänischen Prinzen Biörn (1086) oder
wie Eggers und Sagittarius annehmen, von einem Grafen
M. . Eg g e rs (praes. Sagittarii) hist. inelztæ civitatis Rendsburgi.
Jena 1684. Geheimerath Carstens Entdeckter ursprung der
alten Reinholdsburg in den schlesw. holst. Anzeigen v. 1751
uud in dem Abdruck der Abhandlungen Bd. I. S. 196. Chri-
sti ani s Geschichte Bd. I111. S. 429 und Bolten Nachrichten
von Stapelholm S. 135.

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