Full text: Staatsbürgerliches Magazin mit besonderer Rücksicht auf die Herzogthümer Schleswig, Holstein und Lauenburg (Dritter Band)

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terspülen zu verhüten. Dies ist ein Geschäft, wozu beson- 
dere Arbeiter unter dem Namen von. Deichbaasen vor- 
handen sind. Die. Anzahl derselben ist unbestimmt; gewöhn- 
lich schlägt für einen Abgehenden der Deichgräfe des Kirch- 
spiels den Nachfolger dem Amthause vor, welches ihn dann 
auf sein Amt beeidigt. Hauptzweck und Inhalt des Eides 
geht dahin, da es dem Eigner des Deichpfandes freisteht, 
unter den’ Deichbaasen zu wählen, daß der Deichbaase nicht, 
um für diesen zu sparen, an der Besserung des Deichs et- 
was fehlen, sondern diesen seine Hauptsorge seyn lasse. In- 
dessen bleibt auch hiebei die Oberaufsicht den Deichgräfen. 
Ebenso / müssen sie auch bei Schleusenbauten die Officialen 
der Schleusencommünen cotitrolliren und auf die Haltbarkeit 
des Kaydammes und gehörige Wiederherstellung des Schleu- 
sendeichs. achten. Sie müssen endlich nicht bloß während 
der Arbeiten im Sommer, sondern auch im Winter, zumal 
bey Sturmfluthen, auf dem Deich seyn, um dahin zu sehen 
daß die Stöpenlöcher (Einschnitte im Deich behuf einer Ue- 
berfahrt) / gehörig dicht gemacht werden, und im Fall. die 
Fluthen Löcher in den Deich machten und Gefahr. zu besor- 
gen wäre, sofort Vorkehrungen treffen, zu. welchem Zweck 
an verschiedenen Stellen des Deichs immer Vorräâthe von 
Faschinen und Pfähle bereit gehalten werden. 
Für die Verwaltung dieser Geschäfte genießt jeder Deich- 
gräfe Freiheit vom Deichschoß für 36 Morgen Land und für 
seine Aufsicht die bestimmten Taggelder, Sein Amt währt 
der Regel nach 3 Jahre, und es treten daher jährlich zwei 
ab. An der Bestellung derselben hat jedoch, wie wichtig ihre 
Geschäfte auch sind, die Commüne gar keinen Antheil, son- 
dern das Amthaus ernennt ihn aus dreien Subjecten, deren 
eines. die im Amt bleibenden Deichgräfen, das zweite der
	        

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