Full text: Staatsbürgerliches Magazin mit besonderer Rücksicht auf die Herzogthümer Schleswig, Holstein und Lauenburg (Dritter Band)

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sondere Verfügung C. C. H. Vol. II. p. 286 mit der Wils 
stermarsch vereinigt worden, wie denn. auch selbige Elbdeichs- 
schläge zu unterhalten haben. Statt Eines Deichgräfen, der 
in der Krempermarsch die Geschäfte versteht, hat die Wil- 
siermarsch deren: sechs, wovon in jeder. Vogtei Einer wohnt. 
Indessen ist auch in der Wilstermarsch der Aufsicht der Deich- 
gräfen bei weitem mehr übergeben. Ihre Schauung be- 
ginnt auf dem Stördeich schon am linken Ufer der sogenann- 
ten Beck, ein im Gute Drage entspringendes Geestwassser, 
was sich durch zwei Schleusen in die Stör ergießt, biswei- 
len stark und plötzlich anschwillt, und daher, obgleich die Fluth 
aus der Stör nicht hineintritt, hohe Bedeichungen nöthig 
macht. Den am. rechten Ufer. der Bek, nach der Wilster- 
marsch hin belegenen Bekdeich hat auch der Deichgräfe der 
Wilsterschen alten. Seite unter seiner Aufsicht. Ferner müs- 
sen. die Deichgräfen für die Erhaltung der zum Theil seht 
bedeutenden Stauungen sorgen, wodurch die Wilstermarsch 
landeinwärts gegen den Andrang des Binnenwassers von den 
angrenzenden. Mooren geschützt wird, da. diese theils höher 
als die angrenzende Marsch, theils im Winter überschwemmt 
sinde Solche Stauungen sind der Staudeich zwischen dem 
Vooler Moor, dem District Sachsenbande, und der alten 
Seite, der sogenannte Bordelbaum, der. vor Eklak, Akenboye 
und Brokreihe vorübergeht, der Schinkeldeich bei Aebtissin- 
wisch, ganz auf fremdem Grunde, der Halbemondsdeich um 
die Fleetseer Brake, und mehrere. Sie .müssen dahin sehen, 
daß die Burger Au, welche an der Dithmarscher Grenze 
herabkommt, und theils. in den Kudensee, theils durch das 
sogenannte öberste Wehr fließt und. die Wilsterau bildet, 
rein gehalten werde, als welches der Deichband in Folge ei- 
nes Vergleiches mit Dithmarschen beschaffen muß. Die
	        

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