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dern auch die Localität einen so äußerst beveutenden Einfluß
auf die Baukoslen hat. Indessen administrirt jede Schleusen-
commüne ihre aeconomica für sich. Die Krempermarsch
hat jedoch an der Elbe nur eine Schleuse, nämlich die obs
gedachte Rhynschleuse, welche größtentheils von Ländereyen
der Krempermarsch unterhalten werden muß. Die kleine
Rhynschleuse gehört Herzhorn, Sommer- und Grönland.
Doch gehören auch! zu der Commüne der oberhalb Glück-
stadt im Elbdeich liegenden Wildenwassergangs- Schleuse ei-
nige Landbesitzer der Krempermarsch. An der Stör sind be-
legen die große Verlathschleuse zu Borsfleth, wodurch die
schiffbare Kremperaue hindurchfließt, die kleine Büttler, die
Eltersdorfer, die Grevenkopper und zwei Reuenbroker Schleu-
sen. Die Verlathschleusse steht uuter der Aufsicht der jedes-
maligen Marschhauptleute. Für die übrigen werden von
den Commünen Aelterleute gewählt, 'die ihrem Amte. ge-
wöhnlich 3 bis 4 Jahre, gegen sehr unbedeutende Vergü-
tung vorstehen müssen.
Aehnliche Commünen sind für die Erhaltung geringerer
Werke, Siehlen, Staudeiche, Wasserzüge, Brücken u. dgl.
verbunden.. Die in der Wilstermarsch so häufigen Sthöpf-
mühlen finden sich jedoch in der Krempermarsch nicht, da
letztere höher liegt, oder doch, wo sie erforderlich wären, an-
dere Mitinteressenten der Wettern #) deren Anlegung nicht dul-
den, weil begreiflich der Wasserspiegel dadurch beträchtlich er-
höht, und der Andrang des Wassers verstärkt wird.
Bei der Rechnungsablegung der Krempermarschhaupt-
leute treten außer dem Landschreiber noch zwei Kirchspiels-
Wettern d. h. größere Wassergräben, oder kleine Kanäle, die
zur Ableitung des Wassers dienen.

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