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lichen Abgaben, ein sehr genaues Verhältniß beobachtet wurde,
wie unter andern Morvilles Berechnungen zeigen.
“ Auch für die Geschichte der neneren Zeit ist mehreres ge-
schehen. Conferenzrath Schlegel hat im 148ten Bande der
Schriften der Skandinavischen Literaturgesellschaft die allge-
mein angenommene Meinung widerlegt, daß der König Johann
die Aristokratie und das Lehnwesen begünstigt Habe, und daß
der Haß, den Christian der 2te sich zuzog, hauptsächlich da-
durch veranlaßt sey, daß er in Beziehung auf den Adel andere
Grundsätze . befolgte, als sein Vater. Von demsselben Ge-
lehrten findet sich am angeführten Orte eine Aufklärung über
eine den Holländern schon unter Christian Il. eingeräumte
Befreiung vom Sundzoll gegen Erlegung einer bestimmten
jährlichen Abgabe.
. Von den ausführlichen Kriegsgeschichten Christian IV.
hat Capitrain Ja h n den 2ten Band vollendet, welcher den
Krieg in Deutschland von 1625 bis 1629 enthält. Viele
handschriftliche ~ alfsmittel haben den Verfasser in den Stand
gesetzt, die Geschichte der Zeit aufzuklären und den Charakter
der handelnden Versonen in das rechte Licht zu stellen. Auch
für die folgenden Zeiten wird es dem Verfasser hoffentlich nicht
an ähnlichen Hülfsmitteln fehlen. . ]
Eine der ersten Schriften, die von der neubelebten Aca-
demie in Soroe ausgegangen, ist ein Mrogramm des Yr.
Estrup, welches aus den Handschriften der Arsenalbibliothek
in Paris Beiträge mittheilt zur Kenntniß der gegenseitigen
politischen Verhältnisse Dänemarks , Frankreichs und Schwed-
dens in der letzten Hälfte des 17ten Jahrhunderts.
. HYls zur Geschichte des Vaterlandes gehörig möge hier
noch eine, von dem Amtmann Wedekind ausgearbeitete und
der Ges. d. W. in Kopenhagen vorgelegte, bereits 1816 ge-
druckte, Stammtafel Waldemar I. erwähnt werden, die dem
Ref. erst jetzt durch die gütige Mittheilung des Herrn Ver-
fassers yt bekannt geworden. Sie legt die Verwandtschaft
des geninnten Königs, seiner Gemahlin und seiner Mutter
mit dem vrussischen Großfürsten Wladimir dem Asten dar. Fast
sollte man glauben, daß der Name Waldemar aus Rußland
nach Dänemark ist verpflanzt worden. Der Name ist indeß
auch deutsch. Denn. der Name Vulamarus, welcher in
den alten Gesetzen der Friesen und Thüringer vorkommt, ist
ohne Zweifel ganz derselbe als Waldemar.
JI. Jurisprudenz. Auch im vorigen Jahre hat vor
allen O ersted seine gewohnte wissenschaftliche Thätigkeit von
neuem. bewährt.. Von der juräistischen Zeitschrift. sind

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