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D.
413) Burchard Adam Sellius.
Burchard Adam Sellius gehört zu den merkwürdi-
gern unter unsern gelehrten Landsleuten. Er war in Tondern
geboren, ging nach Vollendung seiner akademischen Studien in
Jena und Kiel nach Rußland, und starb dort als Mönch im
Kloster des heiligen Alexander Newsky. In Rußland war
er nicht nur einer der ersten, die auf den geschichtlichen Werth
der einheimischen Urkunden und Chroniken aufmerksam mach-
ten; er veraustaltete auch mit außerordentlichem Eifer große
Sammlungen, die sich jetzt in dem genannten Kloster befinden.
Dort werden auch seine handschriftlichen Arbeiten über die
tutte. zt sowohl als kirchliche, Geschichte in 15 Bäns
den aufbewahrt.
Ausführlicher handelt von Sellius Herr Hipping,
Lehrer am Gymnasium zu Petersburg, in einer dem 18ten
Bande der Schriften der Skand. Lit, Gesellschaft eingerückten
Abhandlung, die inzwischen in einigen Punkten der Berich-
tigung bedarf *). Dies gilt namentlich von den chronologischen
Bestimmun-,.n.
kizur.n Sellius geboren worden, haben wir nicht mit
völliger Bestimmtheit ausmitteln können. Daß er jedoch im
Mai t727 geboren sey, ist mehr als wahrscheinlich, da er
am 22sten Mai ist getauft worden. Sein Name ist in den
Taufregistern angeführt: Burchhardt Adam Cellius. Die
Verwechselung des C mit § wird durch die schleswigsche Aus-
sprache veranlaßt seyn. Was sein Vater (Friederich Adam
§.) gewesen, ist unbekannt. Vielleicht war er. ein Sohn des
in der Geschichte der Musik nicht unbekannten Itzehoer Can-
tors Thomas S., und mag eine Schulstelle in Tondern be-
kleidet haben. Der Sohn studirte Medizin, 1727 und 1728
in Jena, zugleich mit No o dt, und ward erst im Febr. 1729
in Kiel immatriculirt, wo er 1731 eine Schrift über die Lite-
ratur der Anatomie herausgab. Er kann also nicht vor 1732
(Hipping nennt das Jahr 1722) nach Petersburg Fegangen
seyn. Da er schon 1744 starb, so sind seine Verdienste um
die russische Geschichte um so ausgezeichneter, je kürzer die
Zeit gewesen, während welcher er sich dem Fache widmen

Außerdem findet man Nachrichten von S elliu s in den Hamb.
Berichten 1736 Nr. 66 u. 1737 Nr. 37 Schl ötz er s Biogra-
Ur zue UE u, ts ts. smgür;§
UE; ft Brit Kirchengeschichte IX. p. 231.,

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