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überall Unternehmungen in den Weg, allein so geringe wie
die angeführten, scheinen gegen so offenbaren Vortheil, den die
Finanzen von dieser Einrichtung haben würden, nicht in Be-
krachtung zu kommen. Die Kammer würde ihren Koog, in-
dem ihr die Gräsegelder, statt daß Privatleute sie jettt ziehen,
qusbezahlt würden, auf einen jährlichen Ertrag von 5000 Rthlr.
bringen, und der Staat durch den Besitz seines Kooges von
jeder künftigen Conjunctur unabhängiger wie bisher seyn. Je-
der Erfahrne weiß übrigens, daß Pferde besser auf Marschland
als auf Geestgräsung gedeihen, wie unsere ersten Pferdehändler
dies beweisen, die ihre Pferde immer in der Marsch auf fette
Ochsenweiden einmiethen, sie aber nie auf die Geest hinthun.
Wenn zwei Officiere zur Aufsicht mitgegeben werden, so ist
keine Art Unordnung zu befürchten. Zwar sind, wenn ich
nicht irre, bisher zwei Gemeine per Escadron zur Aussicht
mitgegeben, allein einer der Commandirten hat den 2ten Tag
seinen Tagelohn verdienen können, indeß der andere die Auf:
licht geführt hat, so daß Einer für 60 Pferde ausreichte,
Wollte man aber auch 2 Mann per Escadron ferner nôthig
finden, so dürfte man nur die zwei Quartiere für die Ge-
meinen in den zu erbauenden Häusern etwas größer einrichten.
_ Bei der mehr oder minder geringern Verlegenheit in den
Finanzen fast aller Staaten, bei dem Drückenden in allen Er-
werbszweigen, bei der erwiesenen Unmöglichkeit, die Abgaben
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Man kann überzeugt seyn, daß es manche andere, dem vor-
Heschlagenen ähnliche Auskunftsmittel überall giebt, allein sie
liegen häufig verborgen, und Privatintéresse ist nicht immer
rnit dem öffentlichen im Einklang.
9) Das Seebad auf Föhr.
. Im Jahre 1819 wurde zu Wyck auf Föhr eine See-
badeanstalt angelegt, welche den vorhandenen geringen Mitteln
nach vorläufig auf 4 Badekammern zum warmen Bade und
auf 3 Badekutschen zum Baden in offener See beschränkt
ward; jedoch wurden auch die nöthigen Anstalten zu Tropf:,
Regen: und Sturzbädern, ingleichen zur Douche getroffen.
Die Erwartungen, wozu die vorzügliche Lage der Insel
Föhr für das Gedeihen der Badeanstalt berechtigte. haben sich
in jeder Hinsicht bestätigt. Ruf und Zuspruch derselben haben

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