Full text: Staatsbürgerliches Magazin mit besonderer Rücksicht auf die Herzogthümer Schleswig, Holstein und Lauenburg (Dritter Band)

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„lich zu dem Ende angenommen, daß er singen, läuten, dis 
„„Brte Glocke ziehen, die Wachslichter anzünden un d Schule 
„Halten sollte. Alldieweilen er aber von denen bestimmten 
„„Einkünften nicht leben konnte, alsdann wurde ihm vergön- 
„net, nebst diesem Ollicio einen Krug zu halten, welchen 
„„beyden Verrichtungen er bis 1648 abgewartet, da er ver- 
„„storben/". 
. t Lurtere; ein Sohn des vori i 
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U 7:5, 025063 
; hr. 2te Forts. p. 114. évesh laget 
H. 
Bekanntlich erzählt Helmold, daß Vizelin nach Faldera 
gekommen sey und daselbst das neue Münster erbaut habe; 
hingegen die alten Urkunden des Dipl. Neom. nennen, wie 
man glaubt, den Ort Wippendorf. €E-s ist ferner bekannt, 
daß man, um diese abweichenden und doch beiderseits hôchst- 
glaubwürdigen Nachrichten zu vereinigen, seit lange zwei ver- 
schiedene Hypothesen erfunden hat, von welchen die eine an- 
nimmt, daß der jetzt sogenannte große Flecken Faldera, der 
kleine aber Niendorf geheißen habe, und von dieser Hypothese 
ist es meine Absicht hier ein paar Worte zu sagen. 
Meinem Bedünken nach müßte man nämlich, wenn diese 
Hypothese für etwas mehr, als einen kahlen Nothbehelf, gel- 
ten soll, wenigstens wahrscheinlich machen, daß jene beiden 
Theile des gegenwärtigen Neumünsters schon zu Vizelins Zeit 
existirt haben; allein man setzt dies voraus und bauet auf eine 
leere Voraussetzung die Hypothese. Indeß ist die so frühe 
Existenz jener beiden Fleckenstheile keinesweges eine Sache, die 
sich von selbst versteht; ja es läßt sich meiner Meinung nach 
sogar wenn auch nicht eigentlich beweisen, ~ doch wahr- 
scheinlich machen, daß der große Flecken noch lange nach Vize- 
lins Zeitalter nicht vorhanden gewesen ist. Die Gründe dieser 
Wahrscheinlichkeit sind im folgenden Räsonnement enthalten. 
Das Kloster hatte am Ende des 13ten Jahrh. die Ju- 
risdiftion über das g an ze Dorf Neumünster. Schon 1256 
bezeugten die Grafen Johann und Gerhard (W.. II. p. 44. 
Urk. XL.), daß Probst und Cenvent von Alters her die ganze 
Gerichtsbarkeit über Neumünster (Blutsachen ausgenommen) 
gehabt hätten und sile beibehalten sollten; nachdem aber Probst 
und Convent nach Bordesholm gezogen waren, bestätigte Graß
	        

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