Full text: Staatsbürgerliches Magazin mit besonderer Rücksicht auf die Herzogthümer Schleswig, Holstein und Lauenburg (Dritter Band)

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ben gegeben und dem Bürgersinn eine Festigkeit verschafft 
wird, die in der Stunde der Gefahr’ nicht wankt; daß end- 
lich auch der Staatsverwaltung auf diesem Wege die sichersten 
und voliständigsten Nachrichten von der ganzen Lage des Volks 
zukommen. ] 
In Ländern, welche lange Zeit das Glück einer guten 
ständischen Verfassung genossen haben, bewährten sich die un- 
schätzbaren Vortheile derselben in glücklichen wie in unglück- 
lichen Zeiten, für den Fürsten wie für das Volk. Alle Lasten 
wurden williger getragen, und dem Landesherrn fehlten noch 
nie die nôthigen Geldzuschüssez sie wurden mit willigem Her- 
zen, eben darum desto .reichlicher gegeben, und dem Volke ent- 
schwand bei mannigfaltigem Wechsel menschlicher Dinge nie- 
mals das feste Vertrauen. 
Endlich davon überzeugt, daß es der Weisheis Ew. Kö- 
niglichen Majestät vorbehalten sey, auf den alten ehrwürdigen 
Grundlagen unsrer Landesgerechtsame eine, von den Mängeln 
der alten gereinigte, Verfassung beider Herzogthümer. zur allge- 
meinen Freude und Beruhiguug aufs Neue aufzuführen, und 
vor Allem durch die Gerechtigkeitsliebe Ew. Königlichen Ma- 
jestät zu der Hoffnung erhoben, daß die festbegründete wohl- 
thätige Verbindung beider Herzogthümer, der wir Alle so von 
Herzen zugethan sind, weit entfernt, einen Abbruch zu erlei- 
den, vielmehr werde neu befestigt und gestärkt werden, wagen 
es die Unterzeichneten, auch ihrerseits den schon von vielen 
vaterlandsliebenden Schleswig: Holsteinern anderweitig mehrmals 
ausgesprochenen Antrag hier in Ehrerbietigkeit zu wiederholen 
und dahin näher zu bestimmen: daß es Ew. Königlichen Ma- 
jestät appr n. möge, 
4 in Hinsicht der fernern Fortdauer der grundgesetzlichen 
Verbindurgg der Herzogthümer Schleswig und Holstein 
eine beruhigende Zusicherung und Anerkennung diesen 
Landen huldreichst zu gewähren, und zu diesem Ende 
die zur Einleitung der Verfassung von Holstein berufene 
Commission durch eine Anzahl einsichtsvoller und vater- 
landsliebender Männer aus dem Herzogthum Schlese 
wig allergnädigst vermehren zu wollen; 
eine den Umständen gemäß erneuerte und verbesserte. 
ständische Verfassung der beiden Herzogthümer bald in 
Wirksamkeit treten zu lassen. 
Mit der Freimüthigkeit, welche getreuen Unterthanen 
ziemt und. unserm geliebten Landesherrn nicht mißfällig seyn 
kann, haben wir unsre Ueberzeugung und Wünsche ausge- 
s-rochen. Ew. Königl. Majestät werden sie, so hoffen wir.
	        

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