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ihres Gjährigen Bestandes bloß in den Herzogthümern über
24,000 Exemplare verbreitet. (M. s. den interessanten sechs-
ten Jahresbericht über den Fortg. der Schlesw. Holst. Lan-
des-Bibelgesellschaft. Schlesw. Taubst. Inst. 1822. So auch
Vitheers tresfliche Monatsschriftz die Berliner Monats-
schrift: Meueste Nachrichten aus dem Reiche Gottes; das
Baseler Magazin u. a.) Und nicht allein ist durch diese
ruhmwürdigen Gesellschaften Manchem das Wort Gottes in
die Hände gegeben, der sonst, den Sorgen der Nahrung erlie-
gend, desselben hätte entbehren müssen; auch der Blick des
Wohlhabenderen, und dabei Gebildeteren, der sich häufig ganz
in eine frivole Lectüre verloren hatte, ist durch ste wieder auf
dies Buch der Bücher gerichtet worden. Man ist durch die
eifrige Theilnahme jo mancher Männer von Bildung, von
Einsicht und Gelehrsamkeit, oder von sonstigem Ansehen, an
den Bemühungen dieser Gesellschaften allgemeiner wieder zu
der Ueberzeugung gelangt, es sey dies Buch mit Unrecht in
dem Ansehen gesunken, in welchem es bei den Voreltern ge-
standen; es enthalte dasselbe wahrhaftig , wie das Wort von
Gott, so auch das Wort zu Got t; und Mancher, der seine
Bibel, mit Staub bedeckt, im Winkel liegen lassen, hat die-
selbe wieder in Gebrauch genommen. ~ Aber, „,,verstehest
du auch, was du liesest?-‘ Diese Frage des Philippus an
den Kämmerer (Ap. Gesch. 8, 30.) ist zu jeder Zeit beher-
zigungswerth. Wenn zwar das Wort Gottes in sich eine
solche Alarheit hat, daß es Jedem enthüllet, was zu seiner
Seligkeit gehört, und wenn gleich mit einem unbefange-
nen und lernbegierigen Forschen in demselben, einem Forschen
mit kindlichem Sinn, unausbleiblich eine höhere Leitung zu rich-
tiger Einsicht und Erkenntniß, so wie zu fruchtbarer Anwendung
verbunden is, — der Geist der Wahrheit will ja leiten in
alle Wahrheit, und tausendfältige Erfahrungen haben die Er-
füllung dies.r Verheißung gezeigt : so ist es doch auch wahr,
nicht allein, daß hie und da die Sprache der kirchlichen Ueber-
setzung einige Dunkelheit hat, sondern mehr noch, daß Vorstel-
lungsarten und Sitten des Alterthums, daß geschichtliche und
örtliche Angaben für den Unkundigen Schwierigkeiten geben,
die er gerne gehoben sähez ja, daß der Rath Gottes zur Be-
seligung des Menschen in seinen einzelnen Theilen so manches
enthält, worüber erst ein Hineinleben, die eigene Erfahrung
jedes Einzelnen volles Licht verbreitet, über welches aber doch
der bereits Erfahrene dem Lern: und Heilsbegierigen im Vor-
aus einige Fingerzeige geben, welches er wie aus der Ferne
dem forschenden Blicke vorhalten kann.. Auch dies Letztere

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