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Pfählen des Hafens; mehrere strandeten weiter hinunter an
den Steinen bei Brockdorf. Auch ein englisches Kriegsschiff,
unter den Befehlen des Capitains Rye, gerieth bei Freiburg
auf den Strand, wobei es sehr beschädigt wurde. Erst als
der Wind minder heftig war, konnte die Mannschaft der vor
dem Hafen verunglückten Grönlandsfahrer Hülfe erhalten,
indessen waren bereits auf 2 Schiffen 13 Menschen verun-
glückt, vielleicht ist der Verlust noch größer. Sechs hiesige
große Schiffe können dieses Jahr nicht auslaufen, drei der
besten müssen aufgehauen werden. Selbst im innern Hafen
hat der Orkan vielen Schaden angerichtet. Die Fluth, welche
sich früher einstellte, wie sie sollte, stieg 12 Fuß über ihre
gewöhnliche Höhe, und wenn der Orkan noch länger dauerte,
so war eine Ueberschwemmung dieser Stadt und Gegend un-
vermeidlich, da die Deiche nur noch einige Fuß über die
Wellen hervorragten.''
Ein Schiffer aus der Haseldorfer Gemeine ward mit
seinem Sohne und dem Schiffe, das seine Familie bisher
ernährt hatte, ein Raub der stürmischen Fluthen; früher schon
waren zwei andere Söhne dieses Mannes in den Wellen um-
gekommen, der eine 1797, der andere 4798, so daß die nach-
bleibende Wittwe ihren Mann und drei Söhne auf diese
unglückliche Art verlor.
Die Fluth war die höchste, die man seit 4791 erlebt
hatte; in Hamburg wurde der niedrige Theil der Stadt,
auch die Börse, unter Wasser gesetzt. Aus der See gingen
späterhin viele betrübende Nachrichten in.
Am 24. Juli traf in Hohenwestedt, Amts Rendsburg,
der Blitzstrahl ein Haus, in welchem mehrere Artilleristen
mit zwei Kanonen, Pulverkarren tc. lagen. Die Wache in
dem Zimmer, in welches der Strahl hineinfuhr, stürzte sogleich

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