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tonnen, wenn von dem Areal einer Landstelle die Rede ist,
schließt daher Niemand auf die Größe derselben, wenn sie
sich nicht auf Vermessungen gründet.
. Die Landbessitzungen in Angeln bestehen entweder aus
adel. Gütern, deren es in diesem Ländchen 22 giebt, mit
ihren Untergehörigen und den von ihnen veräußerten Par-
celen, oder aus den Amts =Unterthanen der Aemter Gottorf
und Flensburg nebst den Klösterlichen Untergehörigen und
den Kirchen-Lansten. Die Letztern sind in der Regel Feste-
besitzer.
Unbillig ist es auch im höchsten Grade, daß derjenige, der sei-
nen ganzen Besitz versteuert, eine größere Last tragen soll, als
der Mitinteressent, der ost mehr als den vierten Theil seines
Besitzes frei hat. Noch schreiender ist diese Ungerechtigkeit aber,
wenn ingemischten Jurisdictionen, die Parcelisten adelicher Güter,
mit Amtsunterthanen concurriren müssen, weil hier ein doppeltes
Misverhältniß in Betracht kommt. Denn 1) versteuern die Par-
celisten nach ihren Vermessungsbriefen ihr ganzes Areal, 2) sind
ihre Ländereien in der Regel immer zum höchsten Werthe tarirt,
wenn die ihrer Mitconcurrenten, von gleicher Bonität, oft meh-
rere Grade niedriger stehen und bej weitem nicht ihr ganzes
Areal versteuern. Mir sind Fälle bekannt, wo dieses Mißver-
hältniß so groß ist, daß die Parcelisten zu den Schulanlagen
gerade das Doppelte, von einem gleichen Areale und von gleis
Negulixung kennt, dem ist es unbegreiflich, wie dieser Maaß-
stab zu einer Regulirungsnorm für die Comünen-Lasten hat
angenommen werden könuen. Hier wäre das alte Hufen - Ver-
hältuiß, und eine Ausgleichung der Parcelisten, nach diesem Ver-
hiktuisse, weit richtiger gewesen. Dies würde vieler Unzufrie-
denheit vorgebeugt haben. Die Parcelisten sind durch die hohe
Taxe ihres Landes, wornach sowohl die Landstener als die
Bankhaft berechnet worden, gegen ihre Mitconcurrenten schon
so genug im Druck, sie werden durch diese Concurrenz noch mehr
mitgenommen, und unterliegen, wenn dies so fortdauert, am
Ende der Last.

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