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mit 4200 Mann im Lauenburgischen gestanden hatte, sich
von da zurückzuziehen. Am 3. November rückte er vor Lü-
beck, sprengte die geschlossenen Thore und rückte in die Stadt,
um sich bei Travemünde nach Stralsund einzuschiffen. Kaum
war Lübeck von den Schweden, welche sich am Aten Nach-
mittags eingeschifft hatten, befreit, als am 5ten das Corps des
Generals Blücher vor der Stadt erschien, gleichfalls mit Ge-
walt das Burgthor öffnete und einige tausend Mann davon
in die Stadt einrückten, während der Rest sich in der um-
liegenden Gegend auf dem Gebiete der Stadt und des Für-
stenthums Lübeck vertheilte.
So wie die Truppen der kriegführenden Mächte sich
immer mehr unserm Lande näherten, und schon täglich ganze
Schaaren von Flüchtlingen aus Mecklenburg nach Holstein
strömten, um hier vor ‘den Gräueln des Krieges Schutz zu
suchen, mußte auf Befehl des Kronprinzen die Avantgarde
des in Holstein stehenden Armeecorps näher an die Grenze
rücken, um das Eindringen von Streifpartheien und etwa-
niges Marodiren zu verhindern; denn daß in unserer Nähe
eine Schlacht vorfallen und bedeutende Armeecorps bis hier-
her kommen würden, davon hatte man damals noch keine
Ahnung. Der General Ewald verlegte am 3. November
sein Hauptquartier von Segeberg nach Stockelstorf, und traf
zur Sicherung der. Grenze die zweckmäßigsten Vorkehrungen,
gab auch dem General Blücher, nachdem derselbe in Lübeck
eingerückt war, die Nachricht, daß er Befehl habe, die Neu-
tralität des dänischen Gebiets respectiren zu machen, und es
mit aller Macht abzuwehren, daß weder preußische noch fran-
zösische, - noch sonst fremde Truppen, den dänischen Boden
beträten..
Da- die Avantgarde die ganze Ausdehnung der Grenze

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