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lich der Name und bas Regierungsjahr des römischen Kaisers
in den Notariatsinstrumenten nicht mehr angeführt ‘werden.
Das Gerücht, daß das dänische Gesetzbuch in den Her-
zogthümern eingeführt werden sollte, bestätigte sich nicht, doch
ward eine Commisssion ernannt, bestehend aus den Mitglie-
dern der Schleswig- Holsteinischen Kanzelei und anderen hö-
heren Beamten, um zu untersuchen, wie eine gleichmäßige
Gesetz- und Rechtsverfassung für die beiden Herzogthümer
zu Stande zu bringen sey; das dänische Gesetzbuch Christians
des 5ten sollte der neuen Gesetzgebung zum Grunde gelegt
werden, und zu ihrer Einführung war, wie man sagte, das
Jahr 4808 bestimmt. Daß aber dieselbe bisher unterblieben
ift, ist eben .so bekannt, als die Ursachen davon nicht schwer
zu errathen sind.
Nachdem das vormalige äußerste Grenzland des ver-
schwundenen deutschen Reiches ein integrirender Theil der
dänischen Monarchie geworden war, hatte die über dem hol-
steinischen Thore befindliche Inschrift: Bidora romani ter-
minüs Imperii ihre Bedeutung verloren, deshalb ward auch
der Stein, der sie trug, schon am 12. December dort weg-
genommen und als Antiquität auf das dortige Zeughaus
gebracht.
Das in Stormarn belegene, der freiherrlichen Familie
von Kurzrock gehörige Gut Wellingsbüttel behauptete reichs-
unmittelbar zu seyn, und war bisher bei. seinen daraus her-
geleiteten angeblichen Rechten ruhig belassen worden; hier-
auf gestützt, hatte die Gutsherrschaft sich in der letzten Zeit
verschiedene der Regierung mißfällige Anmaaßungen. erlaubt;
es ward deshalb militairische Einquartierung dorthin verlegt
und alle fernere Weitläuftigkeiten dadurch beseitigt, daß der
König dieses unbedeutende Gut im Juni kaufte und es,

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