Full text: Staatsbürgerliches Magazin mit besonderer Rücksicht auf die Herzogthümer Schleswig, Holstein und Lauenburg (Dritter Band)

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welchen man einherfährt, vermehren das Ueberraschende der 
Aussichten, indem man oft unerwartet, wenn man um eine 
Bucht herumkommt, oder über einen abgehauenen Knick 
hinwegsieht, den Blick auf bisher verborgen gewesene Ge- 
genstände richten kann. Die Abwechselung ist hier immer 
neu und interessant. Mit einem Worte: Angeln gleicht eis 
nem englischen Parke in einem großen Styl. 
î Die Landbesttzungen sind hieselbst von sehr ungleicher 
Größe. Wenn man im gemeinen. Leben die Größe einer 
Landstelle bezeichnen will, so nennt man hier gewöhnlich nur 
die Anzahl Kühe, die darauf gehalten werden. Dies kommt 
daher, weil die wenigsten Amtsuntergehörigen das Areal ihrer 
Besitzungen kennen, wie die Parcelisten der adelichen Güter 
vder der vormaligen Königlichen Domainen. Zwar sind alle 
Landbesiker zur Landsteuer, zu einer bestimmten Steuer- 
tonnenzahl angesetzt. Dies ist aber ein sehr unsicherer Maaß- 
stab. Kein Landmann schätzt darnach einen Landbesilzz 
denn er weiß es recht gut, daß diejenigen, die keine Meß 
briefe und Erdbücher hatten, die nach der Angabe ihrer 
Tonnen Aussaat zur Steuer angesetzt wurden, daß diese, be- 
sonders die größeren Landbesitzer, es recht gut verstanden, 
die Steuer-Regulirungs-Commissionen zu täuschen. Hufen, 
die nur wenig und gutes Land hatten, wurden zwar mit- 
unter zu hoch angesetztz diese haben nachher ihre Hufen ver- 
messen lassen, und die Heruntersezung im Steuerregister be- 
wirkt; die andern schweigen aus einem sehr begreiflichen 
Grunde *). Auf die Anseßung zur Landsteuer nach Steuere 
*) Aus dieser Ungleichheit der Steueransetzung entsteht die allge- 
meine Unzufriedenheit im Lande mi: der neueren Verfügung, 
daß die Schullasten uicht nur nach Steuertounen, soudern auch 
nach dem taxirten Werthe derselben repartirt werden lollen.
	        

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