Full text: Staatsbürgerliches Magazin mit besonderer Rücksicht auf die Herzogthümer Schleswig, Holstein und Lauenburg (Dritter Band)

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Gleichförmigkeit der Summen nach ihren ein für allemal 
festgesetten allgemeinen Quotienten aufheben würde und weil 
bei einiger Ausdehnung einer solchen Sparcasse die Adminis 
stration derselben boch bald dahin kommen müßte, das Rechs 
nungswesen und die Buchführung, unter ihrer Aufsicht, 
durch einen Kunstverständigen bewerkstelligen zu lassen; so 
mö.hten jene Vortheile doch minder erheblich erscheinen und 
die Freiheit der Einschüsse von aller Beschränkung ihrer 
Summengröße den Vorzug verdienen, so daß sselbst den ge- 
ringsten Einschüssen nicht die Aufnahme versagt würde. Der 
Geranke, daß die Einschüsse, z. B. zu der Friedrichsberger 
Sparcasse von mehr als 60,000 Mk. nach und nach in Sum- 
men von 4 ßl. eingeschossen wären, möchte freilich sehr ges 
eignet sscyn, von dem Unternehmen abzuschrecken; aber diese 
Annahme würde ja offenbar falsch seyn. Man darf vielmehr 
mit Gewißheit voraussetzen, daß nur sehr Wenige so geringe 
Einschüsse zu liefern geneigt seyn möchten. Dagegen ist es 
aber auch eben so gewiß, daß gerade diese Wenigen es am 
mcisten verdienen würden, daß ihre Sparsamkeit Unterstützung 
erhielte und die dadurch vermehrte geringe Mühe würde also 
gewiß aufs zweckmäßigste verwandt; werden. 
Noch blieben eine Menge von Gegenständen übrig, die 
bei Errichtung neuer JInstitute diescr Art und der Modificas» 
tion bestehender gewiß sorgfältig beachtet zu werden verdiens 
tenz aber da es, wie bereits oben bevorwortet ist, nicht der 
Vorwurf dieser rhapsodischen Betrachtungen und Bemerkuns 
gen ist, eine theoretisch-kritische Abhandlung über Spar- und 
Lciz)cassen aufzustellen, die als solche auch leichtlich sehr uns 
brauchbar seyn möchte; so darf diese Bemerkungen auch nicht 
der Tadel der Unvollständigkeit treffen, wenn eirie Menge 
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dieser noch in Betracht kommenden Gegenstände hier uner-
	        

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