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unter den angegebenen Bedingungen, untergebracht werden
könnte. Nach der sechsten Nachricht von der Friedrichsber-
Spar- und Leihcasse waren im. Laufe des Jahres 1821
57,218 Mk. an 211 Personen als Anleihen gegeben, welches
für jede Anleihe, zumal da man annehmen darf, daß wenigs
stens einige derselben und zwar die kleineren im Jahre mehs
rere Male verliehen worden sind, ‘ im Durchschnitt ungefähr
300 Mk. ausmacht. Hieraus kann man mit höchster Wahr-
scheinlichkeit weiter folgern, daß. wenn die geringsten Sum-
men solcher Anleihen etwa 25 Mk. betrugen, und die klei-
nern doch gewiß die Mehrzahl ausmachten, die höchsten Sum-
men 6-700 Mk. betragen haben mögen. Nun aber ist es
nicht wahrscheinlich, daß Summen von dieser Größe leicht
mit Sicherheit gegen simple Schuldscheine und gegen Bürg-
schaft untergebracht werden könnten; so daß man vielmehr
vermuthen muß, daß auch die Friedrichsberger Sparcasse die
bei ihr eingegangenen Einschüsse durch Darlehne auf hypos
thekarische Schuldverschreibungen fruchtbringend gemacht habe.
Dies scheint auch dem Wesen der Sparcassen nicht zu wis-
derstreiten, da bei weitem der größere Theil des eingeschosse-
nen Capitals fortwährend darin stehen bleiben, die abgefor«
derten Einschüsse aber durch von neuem gemachte wiederum
ersetzt werden. Dazu kömmt, daß die Verleihung der Ein-
schüsse in kleinen Pösten, auf kurze Zeit, diese leicht lahm
liegen läßt und daß eine plötzliche Kündigung des gesamms
ten Einschusses nicht gedenkbar ist. € Aber selbst wenn man
diesen höchst unwahrscheinlichen, blos möglichen Fall, als
wirklich voraussetzt, würden doch die Obligationen der Spar-
casse, unter der allerdings als vorhanden anzunehmenden
Bedingung, daß diese in sichern Prioritäten protocollirt stän-
den, mit einem geringen Opfer des Vermögens der Spars

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