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P werde, erfordert wird; so daß der kleinste genügt. Die Dif-
ferenz der gegebenen und genommenen Zinsen macht demnach
auch bei den meisten Anstalten dieser Art nur 1 pCt. aus,
welches auch noch nicht einmal als reiner Profit betrachtet
werden kann, da nicht immer die Einschüsse sogleich belegt
werden können, und daher häufig der Fall eintritt, daß
Summen unverzinst liegen, auch doch manche Unkosten der
Verwaltung unvermeidlich seyn möchten, so daß nach einem
ungefähren Ueberschlage der bekannt gewordenen Berechnun-
gen der‘ Gewinn z bis 3 Procent jährlich ausmacht. Dieser
Gewinn, so geringfügig er ist, erzeugt nichts desto weniger
nach und nach ein Capital, welches Vermögen des Instituts
wird, ohne doch jemals den Einschüssen zuwachsen zu dür-
fen, und so fragt es sich denn, was soll mit diesem Vermös
gen des Instituts geschehen? wer soll darüber disponiren?
Es ist schlechterdings nothwendig, daß dies Vermögen des
Institus immer wachse, dagegen aber ist es eben so noth-
wendig, daß die in irgend einer Spar- und Leihcasse circu-
lirende Summe zu irgend einer Zeit eine gewisse Höhe er-
reiche, die sie nicht übersteigt. Dadurch nun wird und muß
es geschehen, daß der immer wachsende Gewinn die stillste-
hende Circulationssumme erreicht und übersteigt. Ja, die-
|s Capital der Sparcasse könnte als ins Unendliche fort-
wachsend und das sämmtliche Capital des Landes verschlin-
gend gedacht werden. Dies nun kann und darf der Zweck
der Leihcassen nicht seyn, und so muß auch hierüber die
Verfassung eines Instituts dieser Art schon im Voraus die
erforderliche Bestimmung enthalten uud doch vermissen wir
diese in allen oben angeführten Bestimmungen *). Es ist be-
*) In Kiel fällt, soviel ich weiß, den Gewinn den die Leihcasse
macht, der Armencasse zu.
;§.

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