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Bei der letzten Enlassung von Sträflingen, welche ihre Strafz
zeit ausgestanden, habe man nicht weniger als hundert
und sechzig entlasssen'e Knaben gezählt, die gleichgül-
tig wieder ins Publikum geworfen worden, ohne irgend ein
Mittel zu ihrem Unterhalt, also gewissermaßen gezwungen
zu ihrer früheren schlechten Gesellschaft, in die Wohnungen
der Räuberei und des Betruges zurückzukehren, Rührend
schilderte er die Lage eines unglücklichen JIünglings, der, bei
dem ernstlichen Willen einen Zufluchtsort zum Unterkommen
und ehrlichen Erwerbe zu finden , von jeglicher Hülfe vers
lassen umherging.
Nach dem Antrage des Hrn. Lushington beschloß die
Versammlung ihren lebhaften Dank den Obrigkeiten im
ganzen Königreiche, für die Bereitwilligkeit, mit welcher sie
dem Plane der Gesellschaft ihre thätige Mitwirkung bes-
wiesen. Hr. Hoare bemerkte, einer der gegen die Gesellschaft
gerichteten Vorwürfe sey auch der gewesen, daß sie sich in
die Geschäfte der Obrigkeiten einmische. Aber die Erfahrung
habe diese Meinung zur Genüge widerlegt und vielmehr hex.
wiesen, wie die Gesellschaft , als der Mittelpunkt, in welchen
die belehrendsten Nachrichten über die hülflose Klasse und
die Mittel zu ihrer Erleichterung und Besserung sich sam-
melten, auf die mannichfaltigste Weise den Magistraten nütz«
lich geworden sey.
Ausführlich sprach der durch seine Schrift über die noths-
wendige Verbesserung der Gefangenzucht rühmlich bekannte
Hr. Burton. Schatzmeister der Gesellschaft, über ihr Sy-
stem. Er zeigte dessen Verschiedenheit von dem frühern, wie
in seiner Anlage, so auch in seinen Wirkungen, indem er
den Zustand der Gefängnisse vor zehn Jahren mit dem jehi-
gen der nach ihrem Plane eingerichteten in den einzelnen
Staatsb. Magazin Bd. 3. Heft 1.

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