Full text: (Dritter Band)

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die Gesellschaft ihren Bemühungen keine heilsimere Richtung 
geben, als auf Vorkehrungen, wodurch eitem Uebel entgegen 
gewirkt werden könne, das für die.Wohlfahrt. dieser Unglück- 
[ chen und für den Frieden, die Sitten und das Eigenthum 
des Gemeinwesens gleich schreckliche Folgen fürchten lassez 
daß der von der. Gesellschaft veranstaltete einstweilige Zu- 
fluchtsort (‘Temporary Reluge) zur Besserung der jungen 
Menschen, welche bei. ihrer Entlassung aus dem Gefängnisse 
ihre verderbliche Lebensart zu verlassen wünschen, die thätigste 
Unterstützung eines aufgeklärten Publikums im höchsten Grade 
verdiene. Der Erfolg dieser Anstalt zeige sich bereits sehr 
erwünscht, indem nur wenige wären, selbst von den sträflich- 
sten der hier aufgenommenen jungen Leute, die nicht durch 
angemessene Zucht und Behandlung gebessert und auf den 
rechten Weg zurückgebracht wurden. Diese Erfahrung be- 
rechtige also die Versammlung zu der Ueberzeugung, daß kein 
Mittel wirksamer seyn würde, die Fortschritte jugendlicher 
Verbrechen zu hemmen, als die Errichtung eines wohlgeords 
neten Gefängnisses für die Zucht und Besserung junger 
Sträflinge. – Nachdrücklich ward diesem Vorschlage von den 
Herren Nugent, Wilberforce, Hoare u. a. beigestimmt und 
von Lord Calthorpe die Nothwendigkeit einer Unterstützung 
zur Gründung eines angemessenen Asyls für junge Ver- 
brecher der Versammluug ans Herz gelegt. / Nugent be- 
merkte: Howard sey zwar der erste gewesen, welcher in 
England die Aufmerksamkeit des Publikums auf den Zustand 
der Gefängnisse gerichtet und das Interesse dafür angeregt 
habe; aber selbst er habe den allerwesentlichsten Theil des 
Planes dieser Gesellschaft, die Besserung jugendlicher Ver- 
brecher nicht, berührt. Besonders sschärfte Wilberforce die Un- 
entbehrlichkeit und Wohlthätigkeit einer solchen Anstalt ein.
	        
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