Full text: Staatsbürgerliches Magazin mit besonderer Rücksicht auf die Herzogthümer Schleswig, Holstein und Lauenburg (Dritter Band)

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eine Abtheilung, was mit einander zusammen gehört, auf eitt- 
mal zusammen genommen wird. S. auch Frisch, spellen, tin- 
dere. Auf gleiche Weise wie Sprengel, Kirchensprengel, bei 
W. S. 414, 344, ct. 363 Sprangel und Sprensze, von 
sprengen, angels. spræœngan, auch auseinandersprengen, dit- 
tindere, wie große Feldsteine, ausspreiten, ausbreiten, als ein 
Gerücht, Ly Geheimniß 1€. Hiemit ist zu vergleichen Spall, 
Br. W. V. 
Keef, dithm. und eiderst., hier kief, und dän. hier und 
jütl. kjöo, auf Fühnen kief, müde, überdrüssig.. 
. .. Keek, für Mund und Maul, wie Silt. Com. 117: Hual 
dag di Keek! Halt doch das Maul; auch Käk und Käkel. S. 
die Idiot. und Kil. Kaeke und käken, garrire, blatlerare. 
Keer, to Keer gaan. H., s. auch Sch. Hier to Kür. 
He ging to Keer. He ging sin Saak an, nemlich wie ein 
Verzweifelter, bald so, bald so, daß er nicht wußte, was er 
that, oder thun sollte. . He ging mit em to Keer, er legte 
ihm die Alternative vor, aut, ~~ aut. 
. Kees foot, Z. Was R. da sagt, daß Keesfoot so vie 
als Keyesfoot seyn soll. ~ Denn in- der friesischen und hollän 
dischen Sprache sagt man Keyern für Kinder, hat immer sei- 
nen Grund; nur muß es nicht Kindes- Fuß übersetzt werden, 
sondern Kindes -Geburt, nemlich von föden, feden c., welches 
wie ich schon vorhin erwähnt, vor Alters auch gebähren be- 
deutet hat, wie noch in den nordischen Sprachen. 
Kessen, L. N. kiesen, wählen, Kil. kesen und kiesen. 
Die Idiot. haben es auch, wie R. Vos tc. Hier sind nur 
noch Spuren davon.S. Wiarda As. B. S. 23. ] 
Kieck en, H. nach etwas hinsehen, genau zusehen. eitt- 
oder aussehen, gucken, kucken. Die Idiotica wollen kiecken zu 
einem fremden, nemlich holländ. Worte machen, weil jeder 
etwa glaubt, daß es allein in seiner Sprache zu finden. Ja- 
piecx hat es ja auch. Daher: Du bist man noch en Kieck in 
de Welt. Wie sollte dasaber zugehen, daß es von Holland 
bis hierher, wo man es ebenso nennt, ja in ganz Dänne- 
mark, wo es kiige heißt, als ein fremdes gekotnmen, und nicht 
vielmehr als ein altes friesisches geblieben wäre ? Kil. kiicken, 
P .!§rr; inspicere, plattd. Bibel kyken. Daher bei Heimr. 
. 294. Nils kiig i e Rand : Niels kiek in de Wieme. 
Kinn, L. R. Geschlecht, Familie, Verwandschaft, angels. 
cinn, cynn, auch fries. und ken, ein Verwandter, s. auch 
Brkm. Vile §. 105, 436, altfries. W. B. 212, vergl. Aseg. 
B. 7. §. 24 und in altnord. Spr. z. B. altdänisch, fra al- 
skens Vaade. Br. W. B. S. 898 2ter Band.
	        

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