Full text: Staatsbürgerliches Magazin mit besonderer Rücksicht auf die Herzogthümer Schleswig, Holstein und Lauenburg (Dritter Band)

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gen abzuwenden, noch bis dahin fortgesetzt und mit den Dör- 
fern des Amts Kiel und Bordesholm fast ganz beendigt, 
auch für das Amt Neumünster bereits schon eingeleitet wor- 
den ist. Hiernach werden Sie es denn auch leicht berechnen 
können, wie viele Festegüter noch in den Herzogthümern 
übrig sind, als worüber Sie ebenfalls nâher unterrichtet zu 
werden wünschen, wern Sie nur nicht genau die Zahl der 
Stellen zu wissen verlangen, als welche angeben zu können, 
es mir an den erforderlichen Nachrichten fehlt. 
Insofern als ich es nun hierbei vorauszusetzen Ursache 
habe, daß Sie diese Aufhebung vielleicht auch, wie früher 
mehrere, im Allgemeinen für zuträglich halten, muß ich es 
nun noch zuletzt aufrichtig gestehen, daß ich eine solche An- 
sicht nicht mit Ihnen theilen kann. Ich glaube bielmehr, 
daß die Aufhebung für den Festebesiter sowohl, wie für den 
Staat selbst, eher nachtheilig als vortheihaft ist. Diesem 
muß, wie Sie es mir einräumen werden, daran gelegen seyn, 
daß soweit möglich die Hufenstellen in der Anzahl wie in 
dem Werthe und Umfange, und daß darin nicht sowohl die 
Abgaben an die Staatskasse, sondern auch die Dienstleistun= 
gen,. welcher die Staatsverwaltung in der Wirthschaft be- 
darf und verlangt, vollkommen gesichert bleiben. Daß sie es 
vorzüglich in den Hufenstellen sind, beweist ihr früheres und 
fast gleichzeitiges Entstehen in den Staatsbildungen, so wie 
aus der Art der Wirthschaftseinrichtung näher dargethan 
werden kann, die in der Regel auf diesen Landstellen geführt 
wird. Von dem Sohne eines Hufners läßt es sich unter 
andern eher, als von dem Sohne eines Tagelöhners erwar- 
ten, daß, wenn der Staat Schutz bedarf gegen auswärtige 
Feinde und innere Ruhestörer, er sich als den treuesten und 
brauchbarsten dazu harselen wird, weil sein. Erbe: zubedéu-
	        

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