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schiedenen Arten von Landstellen eine richtigere Kenntniß er-
langen zu können, als man wohl bis dahin hiervon gehabt
hat. Blüting scheint mir wenigstens bei seinen Erklärungen
nicht mit sich einig gewesen zu seyn, und daher mit dieser
Materie es nicht aufs Reine gebracht zu haben. Wenigstens
scheint er mir Landbo, Lanste und Brydie oft mit einander
zu verwechseln, und nicht den Begriff immer fest gehalten
zu haben, daß Lanste eine gemeinsschaftliche Benennung
(nomen colleclivam) der ersten beiden gewesen, und we-
gen der Art Waffen, womit sie beide zur Vertheidigung des
Landes ins Feld zu ziehen pflichtig (Lovbuch III. 2) waren,
ihnen beigelegt worden ist. Dabei waren sie aber sehr ver-
schieden in Ansehung ihrer Verhältnisse, in Ansehung der
bürgerlichen Verhältnisse sowohl, als der Ueberlassungen an
Grund und Boden von andern zur Benutzung. Der Landbo
erfreute sich gewissermaaßen der persönlichen Freiheit (Lovb.
III. 2). Allein weil er keinen eigenthümlichen Grund besaß,
wurde er zu gewissen staatsbürgerlichen Aemtern und Ver-
richtungen nicht fähig gehalten (Loub. Il. 33). Aus den
Stellen, welche diesen Landbo zur Benutzung eingethan was
ren, sind später die Festehufen nach ihrer gegenwärtigen Ver-
fassung, insoferne sie geistlichen Stiftern gehörten, ohnfehlbar
entstanden, „obgleich es uns an Nachrichten fehlt, wann sie
diese Eigenschaften. erhalten und die Besitzer die gegenwärtis
gen, von den im Lov so sehr abweichenden, persönlichen
Rechte erhalten haben. Damit stimmen wenigstens keines-
weges die im Lovbuch angegebenen Charaktere der Brydien
überein. Blüting hat, meiner Meinung nach, den Bryden
neben dem Landbo in der von Ihnen angezogenen Stelle
II. 33 ganz richtig dargestellt, indem er ihn für einen hält,
dem von einem Landbo Land.. auf eine gewisse Zeit zur Be-

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