Full text: (Zweiter Band)

r 
Bi 
auch benußt werden möchten. Vor 30 oder 40 Jahren fanden 
sich Handschriften in Bibliotheken, die seitdem durch Versteis 
gerungen zerstreut worden sind ~~ mehrere Handschriften mit 
der Jahrzahl 1705 und unter andern auch eine vom Jahr 
1696. Ich ersuche daher die Besitzer dieser oder ähnlicher 
Handschriften um deren gefällige Mittheilung, welche eine neue 
critische Behandlung der Kirchspielsgebräuche gar sehr fördern 
würde. 
Um Verwechselungen vorzubeugen, bemerke ich, daß vor 
melreren hochdeutschen Handschriften plattdeutsche Hegungs- 
ormulare ‘ (Holsten - Landrechts, Ding und Recht) angetroffen 
verden. Ein solches plattdeutsches Formular giebt einer Hand- 
schrift keinen sonderlichen Werth, und darf noch weniger den 
Glauben veranlassen, als sey in einer solchen Abschrift auch 
der plattdeutsche Text der Kirchspielsgebräuche zu finden. 
Kiel, den 18ten Januar 1823. ] 
F al >. 
18) E r w i e d e r u n g. 
Herr Professor Hegewisch hat im vorigen Hefte des Ma- 
gazins S. 693 gegen meinen Aufsatz über das Verhältniß der 
Kieler Badeanstalt und Universität „für die angegriffene 
Badeanstalt//, wie er sagt, das Wort genommen. 
Er hat sich unrichtig ausgedrückk. Nicht die Bade- 
anstalt war von mir angegriffen, sondern die Meinung 
derjenigen, die von ihr Nachtheil für die Universität besorgten, 
war gegen die Bemerkungen des Herrn Professor Pfaff von 
mir vertheidigt; und nicht sowohl für die Badeanstalt 
zu sprechen war die eigentliche Absicht des Herrn Prof. Hege- 
wisch, als vielmehr ein persönlicher Angriff gegen mich, 
der ich eine von der -seinigen verschiedene Meinung zu verthei- 
digen gewagt, und den, leider! keine Censur daran verhindert 
hatte. Wenigstens bleibt, wenn man aus seinem Aufsatze das, 
was nur diesen Zweck haben kann, herausnimt , nicht viel 
übrig, und Gründe, wodurch die meinigen nur getroffen, ger 
schweige denn widerlegt würden, enthält er überall nicht. 
Deshalb wundere ich mich auch gar nicht, daß er der Auffor- 
derung des Herrn Professor Falck, das, was unrichtig, unge- 
bt und beleidigend war, wegzulassen, kein Gehör hat geben 
wollen. 
. Es wäre nun ein Leichtes, ihm hierauf, nach dem Spruche 
des alten Dichters, „„mit demselbigen Maaß und reichlicher
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.