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Ueber die Geschichte der dänischen Sprache im Herzog-
thume Schleswig haben wir bekanntlich im Jahre 1819 drei
tresfliche Schriften von Kruse, Oulz en und Werlauff
erhalten, die wir gerne in dieser Zeitschrift umständlich ange-
zeigt hätten, wenn sich dazu Gelegenheit gefunden hätte.
Man kann durch diese gelehrten Arbeiten den Gegenstand als
völlig erschöpft ansehen, wenn auch hie und da noch einzelne
Berichtigungen anzubringen seyn möchten.
Eine solche Berichtigung fordert unter andern die Anfüh-
führung bei Werlauff S. 4139, daß nach einem Resscript vom
23sten Jul.’ 1684 sieben schleswigsche Kirchen mit dem Bi-
schofsstuhle in Ripen verbunden werden sollten. Wenn ich
nicht irre ist diese Thatsache auch im dänischen Atlas und
von Aaga ard in der Schrift über Törninglehn erwähnt
worden, als eine nicht zur, Ausführung gekommene Maaßregel.
Zur richtigen Würdigung jenes Rescripts darf aber nichr
vergessen werden, daß es mit zu den Kriegsmaaßregeln ge-
hörte, die Christian der Ste seit dem Mai 1684 gegen den
Herzog Christian Albrecht ergriff. Das angeführte Rescript
gehört daher in die Classe der Verfügungen, die durch den
Altonaer Vergleich vom 20sten Jun. 1689 wieder aufgeho-
ben und außer Kraft. gesetzt sind. Mit der Restitution der
herzoglichen Lande an ihren rechtmäßigen Regenten flelen alle
t des Krieges vom König erlassenen Verfügungen von
s inweg. F.
15) Anfragen und Bemerkungen vermischten Inhalts.
a) Wie mit der Angabe rückständiger Zinsen von proto-
collirten Kapitalien zu verhalten sey, darüber scheint bei un-
sern Gerichten keine Gleichförmigkeit obzuwalten. Denn ob-
gleich das Patent vom 22sten Nov. 1805 g. 5 die protocol-
lirten Gläubiger von Angabe der Zinsen auf das Proclama
zu befreien scheint, obgleich ein gemeiner Bescheid des holstei-
nischen Landgerichts vom 1Uten Jun. 1810 denselben Grund-
satz ausdrücklich anerkennt (Hennings Concursverfahren S. 32),
obgleich auch Herr Vicekanzler Sch olz (Concursrecht S. 150
~4151) derselben Meinung ist, so findet man dennoch in den
neuesten Proclamata der Ober- und Untergerichte bestimmte
Aufforderungen an die protocollirten Gläubiger, ihre rückstän-
digen Zinsen anzugeben. Dieses Verfahren dürfte aber so-
wohl die Worte als den Geist des angeführten. ‘Patents, je:

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