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und der Anspruch der Gegenleistung billig gleichartig seyn
muß, schwerlich passender gefunden werden, als in der vorher:
gegangenen Aufnahme in die versorgende Districtsgesellschaft.
Es ist gar nicht zu besorgen, daß ein District Jemanden, von
welchem Beiträge zu erhalten sind und der durch Fleiß und
Geschick seine Existenz garantirt hat, zur Concurrenz nicht auf-
nehmen werde, weil seine Verarmung unter Umständen mög-
lich i, Geschieht es aber, so haben die Interessenten selbst
die größte Last zu tragen und kein Theil mag sich beschweren.
Der Fremde, er sey Dienstbote oder Häuerling, kann, wenn
auch nicht recipirt, so. lange er nicht wirklich verarmt, dennoch
am Orte gelassen werden, wofern seine Heimath ihm dorthin
die Unterstütung zufließen lassen will. Zuvor muß der Auf:
enthaltsort die während der Zeit daselbst gebornen Kinder,
als kj ier beheimathet annehmen. Bisher hat man indeß, we-
nigstens in Hinsicht der Häuerlinge, von daher keinen Anlaß
zum indirecten Vertreiben genommen. In der Regel ist der
Arbeiter in den Jahren der Fruchtbarkeit seiner Ehefrau auch
zur !rbeit am rüstigsten und zur Aufbringung der Miethe
am |fähigsten. Am Ende liegt dem Hauseigner doch auch
darani, seine Gelegenheit zu vermiethen, und die Wochenbetten
lassen sich nicht immer zur Häuerzeit voraussehen.
sWenn vorstehende Ansicht eine nähere Prüfung bestehen
sollte, so werden die speciellen Bestimmungen sich dabei leicht-
lich er geben. Die formelle Ausführbarkeit erfordert freilich
eine gi!naue Untersuchung. Die Vorschrift genügt noch nicht,
daß jet)er Fremde, unter seinen Legitimationen, auch eine Be-
scheini,zung beizubringen habe, oh er an dem Orte seines bis-
herig, +n Anfenthalts zur Armenkässse contribuirt habe oder nicht.
Um uUrnrichtigkeiten und Vervortheilungen vorzubeugen, wer-
den die Repartitionsregister der Armensteuer eine angemessene
Einr ichtung haben, und gleich den Kirchenbüchern gesichert
weri zen müssen. Aus der besondern Verfassung jedes Armen-
men districts dürfte sich manches sonst noch zur Berücksichtigung
erge ben. Auch das Verhältntß der Herzogthümer zu den dä;
nisc hen Proyinzen wird in Betracht kommen. Endlich wäre
noc! j auszumitteln: ob etwa aus besondern Gründen noch an-
der weitige Erwerbungsarten der Heimath nothwendig oder zu-
läss ig seyn möchten ?
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