Full text: Staatsbürgerliches Magazin mit besonderer Rücksicht auf die Herzogthümer Schleswig, Holstein und Lauenburg (Zweiter Band)

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und der Anspruch der Gegenleistung billig gleichartig seyn 
muß, schwerlich passender gefunden werden, als in der vorher: 
gegangenen Aufnahme in die versorgende Districtsgesellschaft. 
Es ist gar nicht zu besorgen, daß ein District Jemanden, von 
welchem Beiträge zu erhalten sind und der durch Fleiß und 
Geschick seine Existenz garantirt hat, zur Concurrenz nicht auf- 
nehmen werde, weil seine Verarmung unter Umständen mög- 
lich i, Geschieht es aber, so haben die Interessenten selbst 
die größte Last zu tragen und kein Theil mag sich beschweren. 
Der Fremde, er sey Dienstbote oder Häuerling, kann, wenn 
auch nicht recipirt, so. lange er nicht wirklich verarmt, dennoch 
am Orte gelassen werden, wofern seine Heimath ihm dorthin 
die Unterstütung zufließen lassen will. Zuvor muß der Auf: 
enthaltsort die während der Zeit daselbst gebornen Kinder, 
als kj ier beheimathet annehmen. Bisher hat man indeß, we- 
nigstens in Hinsicht der Häuerlinge, von daher keinen Anlaß 
zum indirecten Vertreiben genommen. In der Regel ist der 
Arbeiter in den Jahren der Fruchtbarkeit seiner Ehefrau auch 
zur !rbeit am rüstigsten und zur Aufbringung der Miethe 
am |fähigsten. Am Ende liegt dem Hauseigner doch auch 
darani, seine Gelegenheit zu vermiethen, und die Wochenbetten 
lassen  sich nicht immer zur Häuerzeit voraussehen. 
sWenn vorstehende Ansicht eine nähere Prüfung bestehen 
sollte, so werden die speciellen Bestimmungen sich dabei leicht- 
lich er geben. Die formelle Ausführbarkeit erfordert freilich 
eine gi!naue Untersuchung. Die Vorschrift genügt noch nicht, 
daß jet)er Fremde, unter seinen Legitimationen, auch eine Be- 
scheini,zung beizubringen habe, oh er an dem Orte seines bis- 
herig, +n Anfenthalts zur Armenkässse contribuirt habe oder nicht. 
Um uUrnrichtigkeiten und Vervortheilungen vorzubeugen, wer- 
den die Repartitionsregister der Armensteuer eine angemessene 
Einr ichtung haben, und gleich den Kirchenbüchern gesichert 
weri zen müssen. Aus der besondern Verfassung jedes Armen- 
men districts dürfte sich manches sonst noch zur Berücksichtigung 
erge ben. Auch das Verhältntß der Herzogthümer zu den dä; 
nisc hen Proyinzen wird in Betracht kommen. Endlich wäre 
noc! j auszumitteln: ob etwa aus besondern Gründen noch an- 
der weitige Erwerbungsarten der Heimath nothwendig oder zu- 
läss ig seyn möchten ? 
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