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der Gegend von Hamburg und Altona auf, doch stand. es
noch bei Schulau und weiter stromabwärts, erst in der Mitte
des Märzmonats wurden die Flüsse von Eise frei und die
Seetonnen konnten ausgelegt werden. Die Vegetation ward
sehr zurückgehalten, und gegen das Ende des Mai waren
die frühesten Bäume noch nicht völlig grün. Der auf die-
sen langen harten Winter folgende Somnier war, wie der
vorjährige, rauh und naß, so daß ein Paar anhaltend schöne
Tage fast im ganzen Sommer nicht vorkamen. Deshalb
überzeugte man sich auch früh im Jahre schon, daß keine
günstige Erndte zu erwarten sey, und weil nach so spät ein-
getretenem Frühlinge die fortwährend naßkalte Witterung
dem Fortkommen des Korns äußerst hinderlich war, entstand
die Besorgniß, ob dieses überall die gehörige Reife erlangen
werde. Hierauf deutete eine im Juli in öffentlichen Blät-
tern gethane Anfrage hin: „Auf welche Art in Rußland das
Trocknen des unreif abgeschnittenen Korns geschehe? /’
Das nicht reichlich gewachsene Korn war von geringer
Beschaffenheit, und ward mit großer Beschwerde vennoch
schlecht eingebracht, welches nicht minder beim Heu der Fall
war. Deswegen, auch weil nach kaum vollendeter Erndte
der Krieg ausbrach, stiegen die Preise des Korns wieder be-
deutend; Heu und Stroh ward schon im Herbste, mehr aber
noch im nächsten Frühjahr, unglaublich theuer, in einigen
Gegenden die 1000 tb mit 50 ME. bezahlt. Wegen der-
außerordentlich hohen Futterpreise wurde durch eine Königl.
Resolution vom 20. Dec. die Bezahlung für die Postpferde in
den Herzogthüutern für die ersten 6 Monate des Jahres
1806 von 20 auf 24 Fl. für jedes Pferd à Meile erhöht.
Ueber die Kornpreise am Hamburger Markte geben die
öffentlichen Blätter des Jahres 1805 folgende Nachweissungen.

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