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regung, und im Altonaer Mercur wie im politischen Journal
ward bereits gemeldet, daß zufolge einer Königlichen Reso-
lution vom 17, Mai in der Stadt Schleswig ein allgemeines
Zuchthaus für beide Herzogthümer und in jedem derselben
ein allgemeines Zwangsarbeitshaus angelegt werden sollte u.
s. w., auch ward die Commission, welche wegen der Einrich-
tung dieser Anstalten Vorschläge thun follte, dort namhaft
gemacht. Indeß ist diese Reform der Strafanstalten erst viel
später und ganz anders wie dort angegeben, zur Ausführung
gekommen.
In dem Königlichen Hause wechselten in diesem Jahre
Freude und Trauer, Die allgeliebte Kronprinzeßin Maria,
deren Befinden in der letzten Zeit ihrer Schwangerschaft Bes
sorgnisse erregt hatte, ward zur allgemeinen Freude am 3.
Juni glücklich von einer Prinzeßin entbunden; indessen schien
die Neugeborne von schwacher Constitution zu seyn, und er-
hielt deshalb im Gemache die vorläufige Taufe, in welcher
ihr die Namen Friederike Marie beigelegt wurden. Nach
6 Wochen schon gingen die Befürchtungen, die man wegen
des Lebens des theuren Kindes gehegt hatte, in Erfüllung,
es starb am 14. Juli, wodurch die Königlichen Eltern in
tiefe Trauer versetzt wurden, woran das ganze Land den in«
nigsten Antheil nahm.
Die Sommerresidenz Friedrichsberg, wo der Eindruck
ihres erlittenen Verlustes durch so manche Erinnerungen ers
neuert ward, verließen der Kronprinz und die Kronprinzeßin,
um eine Reise nach den Herzogthümern zu machen. Am
19. Juli begaben sie sich mit der Prinzeßin Caroline an
Bord des Linienschiffes Seieren (der Sieg), und stiegen nach
iner schnellen, in 30 Stunden vollendeten, Ueberfahrt zu
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