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gegründet gewesen, ob seit der Einrichtung des Gebärhauses
die Unzucht ausgebreiteter, die unehelichen Geburten häufiger
geworden, darüber erlaubt sich, da es ihr an den erforder-
lichen Nachweisungen fehlt, die Chronik kein Urtheil, darf
aber nicht verschweigen, daß es wohl hin und wieder im
Lande geglaubt wird.
Der Stadt Altona ward erlaubt, unter Beibehaltung
des dasigen Gebärhauses , des dabei angestellten Lehrers und
der Oberhebamme, den Unterricht in der Hebammenkunst für
Altonaerinnen und Ausländerinnen fortdauern zu lassen; jes
doch müssen die daselbst gebildeten Hebammen zur Ausübung
ihrer Kunst in den Königlichen Staaten, sich einer Prüfung,
resp. in Kopenhagen oder Kiel unterwerfen.
Zur Beförderung der Kuhpockeneinimpfung, welche in
den Herzogthümern beständig sehr guten Fortgang gehabt
hatte, ward in Altona ein Vaccinationsinstut für die Herzog-
khümer Schleswig und Holstein errichtet und unter die Auf-.
sicht des Sanitätscollegüi gestellt, welches darauf eine Instrucs
tion für den beim Institut angestellten Arzt, Doctor Ehl ers,
und eine andere die Vaccination betreffend, für sämmtliche
Physicus der beiden Herzogthümer erließ.
Unterm 16. Juli machte dieses Collegium eine König-
liche Resolution in Hinsicht der künftig von demselben, mit
den angehenden Apothekern vorzunehmenden Prüfung, bekannt.
Zu außerordentlichen Mitgliedern des Sanitätscollegii
wurden in diesem Jahre die Doctoren Suadicani und Wol=
stein, zum Adjunct desselben der Apotheher Dr. Schmeisser
in Altona ernannt.
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Für die Geistlichkeit im Herzogthume Schleswig war es
bisher eine sehr drückende Bürde gewesen, beim Antrite ihrer

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