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zu beobachten haben. Beigefügt war dieser Verordnung ein
Verzeichniß der als giftfangend oder als solche nicht zu be-
trachtenden Waaren. Aus dem Admiralitätsco.legio ward
eine Instruction für die Lootsen, betreffend das Verhalten
derselben gegen, der Anste>ung verdächtige Schiffe, erlassen.
In Folge specieller allerhöchster Autorisation machte das
Schleswig- Holsteinische Sanitätscollegium unterm 26. April
die vom Könige genehmigte Einrichtung der in Kiel, unter
Aufsicht dieses Collegü, errichteten Hebammenschule und des
damit verbundenen Gebärhauses bekannt. Die bisherigen
Hebammenschulen in Altona und Flensburg wurden aufges
hoben und deren Fonds, Einkünfte und Effekten auf die neue
Anstalt übertragen. In dieser Hebammenschule werden alle
angehende Wehmütter gebildet und genießen daselbst freien
Unterricht; für Wohnung, Beköstigung u, s. w. wird eine
mäßige Vergütung bezahlt,
In dem, mit der Hebammenschule verbundenen Gebära
hause werden arme Schwangere, die sich als solche durch ein
Zeugniß der Obrigkeit oder ihres Predigers ausweisen, auf-
genommen, und erhalten daselbst 4 bis 6 Wochen vor ihrer
Entbindung und 3 bis 4 Wochen nach derselben freien Auf
enthalt, Pflege, Nahrung und die nöthigen Arzeneien. Min-
der bedürftige Schwangere bezahlen für alles Obige nur
2 Mark wöchentlich, wenn sie sich übrigens den Einrichtun«
gen des Gebärhauses, gleich den Armen, unterwerfen. Die
solchergestalt Aufgenommenen erhalten bei. der Entlassung aus
dem Hause ein, von der Direction ausgefertigtes, Attestat,
worin ihre Entbindung, die Geburt und Taufe des Kindes
bestätigt wird; vermdge dieses Attestats haben sie sich der
Erlassung der auf den unehelichen Beischlaf sonst verfügten
ese mäßigen Strafe zu erfreuen. Auch wohlhabende Schwana
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