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Bei allen gerichtlichen Handlungen werden aus den
Gutsuntergehörigen zwei unbescholtene Hofbesitzer der Reihe
nach als Beisitzer, doch ohne Stimme, zugezogen. Uebrigens
bleibt den Gutsbesitern die Ausübung der öffentlichen Ge-
walt und der Polizei, insoferne dabei kein rechtliches Vers
fahren Statt findet #).
Ueber die den Gerichtshaltern zukommenden Gerichts-
gebühren war nichts bestimmt; erst mehr als 10 Jahre spä-
ter erschien für sie eine interimistische Sporteltaxe.
U-
Die Sorge der Regierung für den Gesundheitszustand
des Landes beurkundete sich in diesem Jahre durch mehrere
diesen wichtigen Gegenstand betreffende Anordnungen und
Einrichtungen.
Zuvörderst ward auf den, vom Altonaisschen Oberpräsidio
unterstütten Antrag des. Sanitätscollegii das Einrücken von
Ankündigungen geheimer Heilmittel in die Altonaer Zeitun-
gen unterm 18. Januar verboten.
Am 15ten März erschien, veranlaßt durch die an mehs
reren Orten in und außerhalb Europa neuerdings ausgebros
chenen gefährlichen Seuchen, eine neue Quarantaine-Verord-
nung, welche unter Aufhebung aller für die Herzogthümer
zur Verhütung aller pestartigen Anste>kungen bisher erlas-
senen allgemeinen oder besonderen Verfügungen in 48 (.
alles umfaßte, was öffentliche Behörden, Gesundheitscommis-
fionen und überhaupt alle Landeseinwohner in dieser Hinsicht
U -
") Gewiß hat die neue Gerichtsordnung vielen Mißbräuchen für
immer vorgebeugt. Man kann es inzwischen nur bedauern,
daß nicht gleich eine, leicht mögliche,. bessere Organisation des
Gerichtswesens vollführt ward. Es hätte für denselben un-
dank geschehen kföunen,
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