& 82
"
auch bemerkt worden, daß wegen der von den Freigelassenen
zu leistenden Dienste u. s. w. manche Migßhelligkeiten zwi-
schen diesen und den Gutsherren eintraten. Unterm 26. April
ward deshalb vorläufig verordnet, daß bis zur gütlichen Ver-
einbarung oder commissarischen Entscheidung, welche auf Ver-
langen des Gutsbesitzers oder der Untergehörigen sobald als
möglich und spätestens vor dem 1. Sept. erfolgen sollte,
die Untergehörigen die unumgänglich nothwendigen Dienste
leisten und dagegen im ungestörten Besitz ihrer Stellen
bleiben sollten. Auf manchen Gütern verglich man sich ohne
obrigkeitliche Dazwischenkunft; .dieses war mehr im Schles=
wigschen der Fall, wie in Holstein, wo Commissarien der
Landesregierung viele Güter bereisen mußten. Nicht allents
halben gelang es diesen Commissionen, einen Vergleich zu
bewirken; auf manchen Gütern mußten sie bestimmen, was
die Untergehörigen den Gutsherren an Diensten oder Geld-
prästationen leisten und was diese ihnen dagegen einräumen
oder überlassen sollten.
Um den Regierungscommissionen eine Norm zur gleich-
mäßigen Verfahrungsart zu geben, ward im Mai in Kopen-
hagen eine Commission niedergesetzt, bestehend aus den Prä-
sidenten der Rentékammer und der deutschen Kanzelei, Graf
von Reventloov und Kammerherr von Mösting, nebst dem
Deputirten der Kammer, Conferenzrath Hoe und dem Kan-
zeleideputirten Heinzelmann, um ein Dienstreglement für die
Untergehörigen der adelichen Klöster und Güter zu entwer-
fen. Nachdem diese Commission ihren Entwurf zur König-
lichen Genehmigung vorgelegt hatte, erschien unterm 17. Juli
eine Verordnung, betreffend „die von den klösterlichen und
und Gutsuntergehörigen zu leistenden Dienste und die-, mit
ihnen zu errichtenden Dienst- und Ueberlassungscontracte‘‘.
['
|H
h
su
î
Te
Ü
ei
(V
Ul
d-
Q
M
a!

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.