Full text: Staatsbürgerliches Magazin mit besonderer Rücksicht auf die Herzogthümer Schleswig, Holstein und Lauenburg (Zweiter Band)

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auch bemerkt worden, daß wegen der von den Freigelassenen 
zu leistenden Dienste u. s. w. manche Migßhelligkeiten zwi- 
schen diesen und den Gutsherren eintraten. Unterm 26. April 
ward deshalb vorläufig verordnet, daß bis zur gütlichen Ver- 
einbarung oder commissarischen Entscheidung, welche auf Ver- 
langen des Gutsbesitzers oder der Untergehörigen sobald als 
möglich und spätestens vor dem 1. Sept. erfolgen sollte, 
die Untergehörigen die unumgänglich nothwendigen Dienste 
leisten und dagegen im ungestörten Besitz ihrer Stellen 
bleiben sollten. Auf manchen Gütern verglich man sich ohne 
obrigkeitliche Dazwischenkunft; .dieses war mehr im Schles= 
wigschen der Fall, wie in Holstein, wo Commissarien der 
Landesregierung viele Güter bereisen mußten. Nicht allents 
halben gelang es diesen Commissionen, einen Vergleich zu 
bewirken; auf manchen Gütern mußten sie bestimmen, was 
die Untergehörigen den Gutsherren an Diensten oder Geld- 
prästationen leisten und was diese ihnen dagegen einräumen 
oder überlassen sollten. 
Um den Regierungscommissionen eine Norm zur gleich- 
mäßigen Verfahrungsart zu geben, ward im Mai in Kopen- 
hagen eine Commission niedergesetzt, bestehend aus den Prä- 
sidenten der Rentékammer und der deutschen Kanzelei, Graf 
von Reventloov und Kammerherr von Mösting, nebst dem 
Deputirten der Kammer, Conferenzrath Hoe und dem Kan- 
zeleideputirten Heinzelmann, um ein Dienstreglement für die 
Untergehörigen der adelichen Klöster und Güter zu entwer- 
fen. Nachdem diese Commission ihren Entwurf zur König- 
lichen Genehmigung vorgelegt hatte, erschien unterm 17. Juli 
eine Verordnung, betreffend „die von den klösterlichen und 
und Gutsuntergehörigen zu leistenden Dienste und die-, mit 
ihnen zu errichtenden Dienst- und Ueberlassungscontracte‘‘. 
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