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fand die Regierung es nöthig, beim Ausbruche des Krieges
eine ansehnliche Kriegsmacht in Holstein zu versammeln.
Im September erhielten alle Regimenter und Corps den
Befehl, sich marschfertig zu halten und mit Ausnahme eini-
ger in Seeland bleibender Regimenter ward im Anfange des
Octobers die ganze dänische Armee in Holstein zusammen
gezogen. Der Kronprinz verließ am 29. Sept. Kopenhagen,
traf mit seiner Gemahlin am 2. Oct. zu Louisenlund ein
und übernahm, indem er sein Hauptquartier in Kiel eta-
blirte, den Oberbefehl über die Truppen. Des Kronprinzen
eigenes Regiment und das des Prinzen Christian Friedrich #),
nebst einer Abtheilung Artillerie, wurden auf Kriegsschiffen
von Kopenhagen nach Kiel geführt.
Das versammelte Armeekorps ward in. drei Divisionen,
eine Avantgarde und eine Reserve eingetheilt. Die Divisios
nen wurden von den Generallieutenants Prinz Friedrich
zu Hessen, von Döring und von Moltke befehligt.
Die Avantgarde stand unter den Befehlen des Generalmajors
von Ewald an der südlichen Grenze des Landes. Die Re-
serve, welche der Generallieutenant Baron von Rantzau
commandirte, stand zum Theil jenseits des Canals. Die
Artillerie war dem Commando des Obersten v. Bielefeld
untergeben. Noch gehörten die in den Festungen Rendsburg
(wo in Abwesenheit des Gouverneurs der Generallieutenant
von Lützow commandirte) und Glückstadt verbliebenen Trup-
pen zum Armeekorps. Chef des Generalstabes Sr. Königl.
Hoheit war der Generalquartiermeister, Generalmajor von
Binzer.
*) Der Prinz Christian Friedrich commandirte bei der Armee eine
Infanterie-Brigade, und residirte auf dem Schlosse zu Ploen.

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