Full text: Staatsbürgerliches Magazin mit besonderer Rücksicht auf die Herzogthümer Schleswig, Holstein und Lauenburg (Zweiter Band)

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Deeg H. gut, im Stande, vortheilhaft, nützlich, hier 
ebenso; ostfr. dege; an einigen Orten deger, to degen. Ick bin 
nich recht dehg, nicht recht frisch, völlig gesund. Silt. Com. 
23. Kil. te deghe, iniegre, probe, recte etc. Wahrschein- 
lich steht dIad. probitas, virtus, damit in Verwandschaft, 
beym Otfried . 1cganhcite, virluc. S. B. W. B. Dögte, 
ja auch wohl Dag, der Tag, frs. Nai, plur. Däge, angels. 
dag, im Singul. das dän. Deilig, schön, Silt. deilik, schwed. 
dägel’a. Kilian deghelick, eximius, praestans, insignis etc. 
Denschlopen, Z. oder jagen, fellopen, s. Sch. wird von 
flüchtigen Pferden gesagt, wenn sie durchgehen, vermuthlich 
von deusen gaan, deinsen, densen gann, davon laufen, S. Sch, 
und '‘ ~û. M. B.; dYeinsje hat auch Japicx. 
i ie k, Deich und Teich, H. so wie hier Dik, und Ki- 
ian 2 :ck. 
Dies, Sch. en Dies Heede. As en Mus ut en Dies, 
oder Thies Heede, Werg. Ein Haufe, Bausch oder Wisch, so 
viel etwa auf einmal zum Spinnen aufgesteckk wird. In 
Wistphalen und Braunschweig Diesse, hier Thiesse. S. B. W. B. 
Dod bliven H. heißt sterben. So auch hier und z, B. 
in Rein. V. nach allen Ausgaben. So findet man auch : ick 
hebbe blewen. 
. Doend, en Doend. H. Duend, Brokm. Wilk. duande. 
Als Diminut. davon kann man Döntchen, Düntchen, ansehen. 
Döntjens vertellen, Anekdoten erzahlen. S. V. 97. Dat is 
en Dohnt. Ick hebbe mit em feen Doend. 
 Döfte, Döffte, das ist, wie es Bolten richtig erktärt 
und erwiesen hat, 2. Th. 21,09 u. 297. 2 Th. 59. u. 120 
Taufe, Taufkirche, ecelesia haptismalis, wie solche schon von 
Rembert im Leben des Anscharius, e. 1.2) genannt werden. 
Döpen, taufen, döft, getauft, und mit der sehr gewöhnlichen 
Endsilbe te Töfte, ist ganz der fries. Sprache eigen. Vergl. 
die alte Pelwormer Taufe zu Büsum, wo Dôpe in der fries, 
Inschrift vorkömmt. 
Döùsig und düsig. So wird das erste durchgehends 
auf platrdeutsch gesprochen und geschrieben. Ich setze beyde 
hier zusammen, weil sie gar zu oft vermengt werden, beson- 
ders im B. W. B. Harms aber dästg, dusig. Auch die hie- 
sigen Friesen spi echen es dasig, dâsig aus und verstehen darun- 
ter: dämisch. aibern, dumm, daher Dösbarteld, s. Z. u. Sch., 
unter düsig aber schwindlicht, taumelnd. 
î Drad, so drad, H. bey einigen : Drae, Drade, sé R. u. 
Br. W. B. und Draden, als R. bey Kil. Drade. staälim 
subito, cito, celeriter; auch auf südfriesisch. 
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