Full text: (Zweiter Band)

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Daher der August, z. B. nach Carls des großen Benennung 
bei dem Eginhard Arnmonet, bei dem Hrabamus Maurus Aran; 
manoth. Auch ags. findet sich Arnmavoth. Ohne Zweifel hat 
die Erndte solchen Namen in diesen Sprachen, weil man in 
den ältesten Zeiten, zumal in den Nordländern, wie Pythras 
schon berichtet, – . L Strabo, B. A. P. m. 139) bloß die 
Aehren abzuschneiden u::d einzubringen pflegte. Als ein Ueber- 
bleibsel davon itt noch anzusehen, daß unsere Nordfriesen das 
Heu Foder nénnen, noch aus den Zeiten, da sie kein Stroh 
bargen. Daher arista auch ein Jahr hieß, z. B. Virgil 1 Ecl. 
wie vielleicht auch in den nordischen Sprachen Aar. Daher 
also woh1 ursprünglich das Korn Koorn, und Kil. Koren seinen 
Namen bekommen, koren heißt abgeschnitten s. WV. S. 218, 
wo er auch das ags. ceokran anführt und S. 72 Coern. 
Aeßr, eine Varbe, auch hier; vetus vocah. bei Frisch Arbe, 
Auch im Holsk. Aar. s. Sch. und in England auf dem Lande; 
dänisch Arr, Sachs. Spiegel Nar für Narbe; Kil. 
 Aart oder Aard, z. B. He drift keen Aart darto, soll 
wohl nicht eigentlich heißen : keinen Fleiß, sondern wie man fonst 
sagt: dat het Art un Schick, Art un Klemm. Kraft, Nach- 
druck, auch Wohlstand, wie sichs gebührt, ut decet, par est. 
Davon kommen alle die verschiedenen Bedeutungen, von artig, 
ardig, besonderes, ziemlich, ziemlich viel, welches hier auch 
durch sschicklich (\kaklic?", so wie im Dän, ausgedrückt wird. 
Acht, na der Echt, nach Standes Gebühr und Würden, 
V W. L. ck. Kil. L. R. achten, schätzen.. 
î AA.“. r, e! G’.x bekannter Name des Storchs, den Chri: 
stiani, & * *, ©... i4. nach dem Westphalen 4 Praek. S. 190, und 
dieser nach vtollenhagen, einer nach dem andern, aus dem Hollän- 
dischen hergeleitet wissen wollen ~ wie dies mit so manchen 
Wörternso gehet, wenn einer dreist behauptet, was er nur meint, 
undandere blindlings nachbeten. Dies ist die Ursache, warum ich 
durchgehends lieber den Kilian anführe, da er doch im Hal- 
ländischen nicht Adebar, sondern Uyevaar heißt, so wie aich 
im alten Delffer Reineke Vos. Im Kilian . ht aber auch Ade; 
bar. Nach H. heißt er auch im Dithm. Aderbar, und diese 
Schreibart hat auch ihren guten Grund, welches theils aus 
dem Reineke Vos nach dem Heinrich von îlemar, B. 1. C. 19. 
S. 88, theils aus der Herleitung und Bedeutung selbst er- 
hellet. Ad, Ade heißt Scheidung (wie ags. ath, der Eid, d. i. 
Scheidung, Entscheidung (xœr écoy1v) eine Strömung, Shei- 
dung durch einen Fluß, wie bei Helgoland. Mehrere Herter 
an Gränzen und Flüssen bestätigen dieses, wie hier Adebüll, 
Alt:Eiderstedt. Adebüll, Addafluß, im Graubünder Lande 
szB. 
J)
	        
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