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in voller Kraft würden erhalten haben. Es dürfte erst seit
dem Anfange des vorigen Jahrhunderts geschehen seyn, daß
die rômissche und canonische Sammlung sich zum Range
einer allgemeinen subsidiarischen Rechtsquelle erhoben hat, so
daß die gesetzliche Bestimmung dem wirklichen Gebrauche,
insbesondere bei den Untergerichten lange vorausgegangen
geyn muß.
In dem Herzogthum Schleswig finden sich zwar auch-
wie dies gleichfalls in Dännemark der Fall ist, ziemlich früh.
Spuren einer gewissen. Bekanntschaft mit dem römischen
Rechte, wenigstens mit einigen juristischen Formeln und Res
densarten *). Wirklich sind auch aus dem römischen und
aus dem canonischen Rechte einzelne Institute und ohne
Zweifel viele juristische Begriffe und Grundsätze in die Praxis
der, weltlichen Gerichtshöfe übergegangen. Zu einer allge-
meinen Reception des gemeinen Rechts ist es aber im Her-
zogthum Schleswig niemals gekommen, wahrscheinlich weil
die Regierung zur Zeit, als in Holstein die Aufnahme des
gemeinen Rechts erfolgte, auf die Rechtsbildung zu aufmerk-.
sam war, um fremden Rechten den Eingang zu gestattent).
In dem bekannten Lehnbrief von 1326 sind die exceptiones jnris
civilis et canonici erwähnt. Ohne Grund glaubt Christiani
II. Bd. S. 495, daß der Verfasser ein Deutscher gewesen seyn
müsse. Denn auch sonst kommen in Dästnemark ähnliche Spu-
ren des römischen Rechts vor, namentlich in einer Urkunde
bei S u h m däuische Geschichte X1. Bd. S, 908. Hieher wird
auch gehören eine Urkunde des Bischofs E sg a rs von Ripen
von 1260, bei T'erpager ripae cimb. p. 180, wo die Ausdrücke :
«oloni partiarii vel nummis terras colentes eine Kenntniß des
Sprachgebrauchs römischer Juristen zu verrathen scheinen.
*) Daß man in Dännemark in Fällen, wo Gefahr obwaltete, dein
Eindringen fremder Rechte vorzubeugen suchte, beweist unter

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