Full text: Staatsbürgerliches Magazin mit besonderer Rücksicht auf die Herzogthümer Schleswig, Holstein und Lauenburg (Zweiter Band)

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erforderlichen Sicherheit herauszumitteln? Der Zustand, der 
unvermeidlich eintreten muß, wenn die Sammlungen in dem 
Maaße anwachsen, und nicht von Zeit zu Zeit neue officielle 
Redactionen des Geltenden unternommen werden, ist aller- 
dings kein glücklicher zu nennen. Aber das Uebermaaß des 
Stoffes bleibt immer doch ein geringeres Uebel, als der 
gänzliche Mangel solcher Sammlungen, und als die für den 
Practiker eintretende Unmöglichkeit, sich mit den geltenden 
Die chronologische Sammlung von Verordnungen: be- 
steht eigentlich aus zwei Abtheilungen, von welchen die erste 
bis zum 9ten Sept. 1806 geht, und die zweite von dieser 
Zeit an beginnt. Die Aufhebung des deutschen Reichs, 
welche durch das Patent vom erwähnten Tage kundgemacht 
wurde, bewirkte in der Benennung der holsteinischen Lande 
eine Veränderung. Statt daß auf dem Titel früher das 
Herzogthum Holstein, die Herrschaft Pinneberg, Grafschaft 
Ranzau und Stadt Altona genannt wurden, wird jet bloß 
des Herzogthums Holstein erwähnt, dem die andern Landes 
theile durch das Patent vom neunten Sept. 1806 incorporirt 
wurden. Diese Veränderung des Titels ist aber auch das 
Einzige, wodurch die ältere Sammlung von der neuern sich 
unterscheidet. Die Grundsätze, nach welchen die Verordnun= 
Gesetzen bekannt zu. machen. 
{] 
gen und Verfügungen gesammelt worden, sind im Ganzen 
dieselben. Zwar ist, wenn man ältere Jahrgänge mit neuern 
vergleicht, einiger Utiterschied wohl zu bemerken, namentlich 
darin, daß. die ältern Jahrgänge weniger specielle Verorda 
nungen. und noch wenigere Collegialresolutionen ‘enthalten, 
als in die neuern aufgenommen zu werden pflegen. Diese 
Verschiedenheit hängt aber wahrscheinlich bloß mit den per- 
[Inlichen Ansichten der: Redactoren und Herausgeber zusani 
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