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übergangen ~ das Militairwesen, Es hätte wohl eine An-
führung verdient, wie viele Leute in dem Jahre ausgehoben
wurden, wie viele überhaupt im Dienste stehen, aus welchen
Classen sie sind und wie viele Undiensttüchtige sich in einem
Districte finden. Die (auch besonders abgedruckte) Chronik
der Stadt Flensburg von dem Herrn Pastor Valentiner
ist reich an merkwürdigen, nur leider unerfreulichen Details,
die einen tiefen und belehrenden Blick in das Innere der
bürgerlichen und häuslichen Verhältnisse thun lassen. Das
Einzelne ist mit großer Sorgfalt behandelt. Ganz besonders
aber verdient die würdevolle Freimüthigkeit gelobt zu wer-
den, welche diese Schrift in einem hohen Grade auszeich-
net, und wovon Folgendes schon eine Probe giebt: S. 214
und 215. ,,Die Zollabgaben, die an die Königl. Kasse jetzt
wohl in größeren Summen eutrichtet. werden müssen, als zur
Zeit des größeren Flores — sie betrugen im Jahre 1806
124,995 Rthlr. 2 ßl. 9 Pf. ~ drohten den Handel zu
ruiniren.'~
-Wenn in Hamburg und Lübeck Steuern entrichtet wers
den, so bleiben diese an Ort und Stelle, ste werden wieder
in Umlauf gesetzt, und kommen dem, der gesteuert hat, auf
mannigfache Weise wieder zu Gute, was hier nicht der Falk
seyn kann. Es wurde daneben die neue Verfügung erlassen,
daß Waaren nur auf Ein Jahr zum Transit aufgelegt werden
dürfen, da sie dann von neuem dem Zoll unterworfen sind,
Dies bewog jetzt schon ein Handlungshaus, sein von Weste
indien zurückkehrendes Schiff auf Hamburg statt’ auf hier
gehen zu lassen.'” – Dann folgen ernsthafte Klagen über
die Steuern’ und Communallasten, mit der Bemerkung, daß
in Kopenhagen jede Person jährlich 3 Rbthlr. an Steuern
zahle, in Flensburg aber von jeder Person 141 Rbthlr. jähr-
lich bezahlt werden müßten, Vet dem ‘großen Verfall ist dens
noch die Vergnügungssucht groß, worüber ebenfalts bitter ges
klagt wird. Mögen die Belehrungen und Warnungen be;
herzigt werden! © Die Kürze verbietet uns die merkwür-
sten Aeußerungen des Herrn Pastors herauszuheben,
Inden folgenden Aufsätzen flnden sich Auszüge einer Chronik
der St. Nicolaigemeine auf Föhr, Nachrichten von den Kirch-
spielen Jevenstedt und Curay. Wenn: wir -in Ansehung dieser
und ähnlicher topographischer Arbeiten einen Wunsch äußern soll:
ken, so wäre es. dieser, daß die Redaction die zu großen Eine
zelheiten und Kleinigkeiten vermeiden, solche Mittheilungew
auch durchaus auf das Locale-. beschänken, das Allgemeine
aber einer eigenen: Schrift. vörbehalten wollte: So würde
L.

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