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41704 *) legt es ihnen nur bei, sofern sie nicht länger als
ein Jahr restiren. Es wäre sehr zu wünschen, daß diese
Beschränkung des Vorzugsrechts wieder eintrete, denn eit
illimitirtes Privilegium ist zum größten Verderben für den
Credit der Unterthanen. Es giebt Stellen, besonders Erb-
pachts- und Parcelenstellen, welche jährlich an Steuern
und Commüne-Adbgaben zwischen 3 und 4 Rthlr. pr. Tonne
leisten müssen. Wenn nun in Betracht dieser hohen Abga-
ben der Werth des Landes bis zu 50 Rthir. pr. Tonne ges-
sunken ist,.so erhellet, roie solche'Grundstücke in 12-16 Jahs
ren gänzlich durch restirende Abgaben verzehrt werden; es era
hellet ferner, wie selbst der Creditor, dessen Geld als erstes
und nicht einmal bis zum halben Taxationswerth protocollirt
ist, in steter Furcht vor Verlust seyn muß. Nur dadurch
kann sich der Creditor gegen Nachtheil einigermaaßen schützen,
wenn er es seinem Debitor zur Pflicht macht, ihm jährlich
sein Quitungsbuch für Steuern und Abgaben zu produriren,
und dann der Creditor, sobald darnach Restanten an Abga-
Eine fürstliche Verordnung vom 28sten November 1704 (bei
Ambrosins I. S. 36) betrifft die Herrengefälle, uud scheint kein
beschränktes Vorzugsrecht vorauszuseßen. Eine ältere fürstliche
Verordnung vom 2isten Dec. 1657 (Ambrosius I. S. 13.) be-
schränkte das Privilegium der restirenden Contributionen
auf 2 Jahre, gleich wie auch die Verordnungen vom 20sten
Sept. 1698 gethan haben. Das unbeschränkte Vorzugsrecht,
welches neuere Verordnungen den landesherrlichen Gefällen bei-
gelegt haben, | wird auch nur bei denjenigen Ubgaben Statt
finden, welche directe von den Individuen bezahlt werden,
nicht aber bei solchen Abgaben, für welche die Commünch
solidarisch haften, oder mit andern Worten das unbeschräukte
Vorzugsrecht kommt in solchen Fällen nur dem Fiscns gegen
die Commünen. nicht aber diesen in Verhältniß zu den Gläu-
bigern eines schatzungspflichtigen Einwohners zu Gute.
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