Full text: (Zweiter Band)

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hat, und auf dieses mit der Wirkung des Vorzugs nur Vek= 
pfänd ngen dieser Immobilien eingetragen werden, so verblei- 
ben die Rechte der Gläubiger an Gegenstände des Vermögens 
des: Schuldners , welche nicht Pertinenzien des Grundstücks 
sind, unverlezt. Es tritt also in solchen Fällen das schon 
nach gemeinem Recht::dem Verpächter zustehende gesetzliche 
Pfand - und Vorzugkrecht ein, und fchadet nicht den durch 
die Protocollation erworbenen Rechten *). Ck. Prot. Ver- 
vrdn, für die adlichen Güter §. 21. . Prot. Verordn. für die 
die Herrschaft Pinneberg von 178% §. 14. Je nachdem diese 
Verordnungen das Faustpfand mehr vdér minder begünstigen 
geht die Fordernng des Vermiethers oder Vervächters ent- 
weder den Protocollatis vor oder sie kommt in die Classe der 
simpeln Hypotheken. Dieser Rechtsgrundsaß über die Rechte 
des Verpächters und Vermiethers ist augeuscheinlich aus dem 
gemeinen Rechte entlehnt; denn obgleich es jetzt allgemein an- 
erkannt wird, daß. diese stillschweigende Hypothek des Vermie- 
thers und Verpächters hicht zu den privilegirten gehört, und 
daß die Hypothek des Verpächters sich nicht auf die invecta et 
Mata erstrectt, (also auch das auf dem Lande weidende Vieh 
nicht afficirt) so hat es doch nicht an Rechtslehrern gefehlt, 
die beide Sätze behaupteten. Vergl. Meißner, vom still: 
schweigenden Pfandrecht 1st. Band S.. 155 und Glücks Cdm- 
tnentar 18ter Band S. 444. Solchen doctrinellen Meinungek 
werden denn auch wohl jene Vestimmungen ihre Aufnahme in 
unsere vaterläudische Gesetzgebung verdanken. + f: ... 
Die stillschweigende Hypothek des Verpächters und Verwmiethers, 
und wenn, wie ich doch kaum glaube, unsere Praxis für dieAusicht 
entschieden haben follte, daß diese Hypothek eine privilegirte 
sey, das ihr anklebende Privilegium könne auf allen Fall nux 
für Holstein und für diejenigen Districte des Herzogthums 
Schleswig, wo römisches Recht giit, angenommen werden. 
Das im lübifchen Recht Lib. HI. Tir. I. Art. 12 dem Häuer- 
und Kostgelde beigelegte Privileginm muß uach der richtigen 
Bemerkung von Heunings (das Coucursverfahren in Hol- 
stein S. 82) als aufgehoben angesehen werdeu durch die Ver- 
vrduung vom 26sten Sept. 1698. 
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