Full text: Staatsbürgerliches Magazin mit besonderer Rücksicht auf die Herzogthümer Schleswig, Holstein und Lauenburg (Zweiter Band)

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wohner nach Schleswig anzunehmen nöthigt. Vielmehr habe sich 
die Sache so verhalten, daß der König die nach Kerich hinüber- 
9ékommenen dänischen Handelnden und Marktleute auf seine Flotte 
nahm nnd mit in die Heimath brachte. Jene angebliche Versetzung 
der Einwohner von Rerich nach Schleswig sey also gar nichts anders 
gewesen, als wenh etwa die in der Levante stationirten französischen 
Schiffe ihre in Smyrna befindlichen Landsleute mitnähmen und 
nach Marseille brächten. Die Ausführung isr in der Hauptsache, 
nach meinem Dafürhalten, vollkommen überzeugend, wiewohl ich ge- 
stehe, daß im Einzeluen mir nicht alle Zweifel, die sich gegen die 
Erklärung des Herrn Verfassers darbieten, gehoben zu seyn scheinen. 
So wird man bey Zusammenhaltung derjenigen Annalisten,. die 
iencs Ereigniß berühren , leicht darauf fallen, 1) daß Rerich kein 
dänischcr Besitz, sondern: nur ein von deu Dänen vornehmlich besuch- 
ker uordischer Marktplaß war, 2) daß der Zoll nicht von allen Kauf- 
leuten in Rerich, sondern nur von den Dänen bezahlt wurde, die 
etwa unter dem Schutze einer Flotte uach dem Markte hinschifften, 
3) daß nicht eigentlich der Ork selbst zerstört, sondern uur der Markt 
anfzehob-n wurde. Jedoch will ich diese meine Deutung nicht als 
ausgemachte Wahrheit hinstellen, sondern damit uur solche Puncte 
bezeichnet haben, die noch eine weitere Erörterung zulassen. 
§.
	        

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