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der Regierung , die deshalb schon unterm 48ten Mai gleiches
Strafen den Schiffern und ihrer Mannschaft, welche sich der-
gleichen Veruntreuungen zu Schulden kon1men ließen, androhte.
Daß die so unglaublich vermehrte Frachtfuhr, welche in
jeder Jahrszeit und bei jeder Witterung ununterbrochen fort=
ging, die Landstraßen aufs äußerste verdarb und häufige.
Verbesserungen nothwendig machte, war eben so unvermeid=.
lich, als es in der Ordnung war, daß diejenigen, welche
durch die Frachtfahrt zunächst gewannen, verpflichtet wurden,
einen Theil der Kosten, welche die Wegebessserungen erfor-
derten, zu tragen. Unterm 19ten Mai ward deshalb neben
dem an verschiedenen Orten bestehenden Wege- und Baum-
gelde vor der Hand und so lange die Umstände es erheischen
würden, die Entrichtung eines anderweitigen Wegegeldes
vorgeschrieben, welches entrichtet werden sollte von jedem mit
Transit- und Frachtgut beladenen Fuhrwerke, für jede Meile,
welche es passirt, 4 Lübschilling von jedem Pferde der mit
vier Pferden und darunter bespannten Wagen, und überdies
1 Lbß. für die Meile von jedem Pferde, welches über vier
vorgespannt ist. Die Abgabe wird an der ersten Zollstätte,
wo die Frachtfuhrleute sich melden, bezahlt, aber nicht der
Generalzollkammer, sondern der Rentekammer berechnet. Von
dem Belaufe dieser erhobenen Gelder soll den einzelnen Com-
münen, die zur Unterhaltung der Land- und Frachtstraßen ver-.
pflichtet sind, eine angemessene Vergütung zugetheilt, der et-
wanige Ueberschuß aber zu anderweitigen gemeinnützigen
Zwecken, zum Besten des Wegebaues verwandt werden *).
]
Obgleich die außerordentlichen Frachttransvporte, welche zu der
oben erwähnten Verordnung die Veranlassung gaben, längsf

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