~ 60646
r
ziehen, und dem andern Theil, wenn er ihm zur Uebernehmung
des Weges durch einen ordentlichen Rechtsprozeß schuldig zu machen
sich getraut,. in seinem koro zu besprechen habe. (W. V. g. 19.)
e) Auszug aus der Verfügung über die Instande-
setß ung der Wege auf der Insel Fehmern.
Uebrigens sollen die bei dieser Gelegenheit etwa vorfallenden
Wege- Streitigkeiten nicht zum ordentlichen Rechtsgang gelangen,
sondern nach buchstäblicher Vorschrift des §. 19 Unserer Wegeverord-
nung für das Herzogthnm Schleswig und der daselbst angezogenen
Verfügung vom 11. April 1769 bei Unserem p. t. Oberbeamten anf
der Insel Femern summarisch erörtert und entschieden werden.
» (Verfügung 1c. Gottorf, d. 8. May 1792. g. 5.)
B. In Rüfsicht auf das Privatrecht.
Alle Sachen, wo Privatpersonen gegen Privatpersonen
Gerechtsame durch Verträge (es sey ein Schenkungs-, Tausch-,
Kauf- oder Lohnvertrag) auf gänzliche oder theilweise Be-
freiung von der Concurrenz zu den öffentlichen Wegen gel-
tend machen wollen, sind bei den beikommenden Gerichten
anzubringen.
Yu Wegesachen, die unter Eingesessenen eines Kloster- Districts
oder adeligen Guts streitig sind, kann zwar von der Entscheidung des
Kloster- oder adeligen Gerichts an das Schleswigsche Landgericht ap-
pellirt werden; doch muß der Theil, welchem der Weg zu machen
zuerkannt worden, ihn, ohne Nachtheil seines beim Landgerichte wei-
ter auszuführenden Rechtes, sofort angreifen und gehörig in Stand
lG... die Verfertignng einer Wegestrecke bis zur Entscheidung
der Frage : wer pure oder ad interim dazu pflichtig sey ? nicht aus-
geseßt werden; so müssen die Partheien den Weg gemejÿuschaftlich,
mit Vorbehalt des unter ihnen auszumachenden Rechts, in. Stand
seßen, oder die Arbeit muß verdungen und das Geld von dem, wel-
chem die Besserung durch Urtheil und Recht auferlegt wird, mit
Zinsen erstattet wérden. (W. V. H. 19.)
Wie weit die Unterthanen, deren Besiß nicht auf Eigenthum,
Verfestung oder Erbvacht beruhet, sondern die bloße ßeitztcter oder
Häuersleute sind, zur Wegebesssernng pflichtig seyen oder nicht, muß
ihr Contract, und wenn er von diesem Punkt schweigt, die Verord-
Lug rer zzehte: die Billigkeit und der Gebrauch entscheiden. (W.
Syndruphof bei Flensburg, den 4. Mai 1822.
N. v. Th aden, Hausvogt.

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.