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a) An sämmtliche Amtmänner und Landvögte
im Herzogthum Schleswig.
Da wir unmittelbar zur Abkürzung der Wegestreitigkeiten aller-.
gnädigst resolvirt haben, daß die Sache wegen sireitiger Wegebesse.
rungen inskünftige nicht an die ordentlichen Gerichte in den Aem-
tern und Landschaften gelangen sollen, sondern die Unterthanen, die
mit dem in einer solchen Sache ergangenen Deciso des Oberbeamten
nicht zufrieden sind, die Abänderung desselben bei Unserm hiesigen
Obergerichte zu suchen haben, und zwar solchergestalt, daß sie bei
Verlust dieses Remedü innerhalb 10 Tagen ihr Vorhaben dem Ober-
beamten anzeigen uud innerhalb 4 Wochen gleichfalls sub Jpraejudicio
ihre gravamina. hei besagtem Ogergericht schriftlich einbringen müssen,
da daun von dem Obergerichte, nachdeim von der wahren Bewandniß
der Sache gehörige Kundschaft eingezogen worden, das Nöthige er-
kaunt und versügt werden wird; so haben Wir Dik solches zur wei-
teren Bekanntmachung hiedurch allergnädigst erössnen wollen. Ur-
kundlich 1c. Gegeben 1c. Gottorf, d. 41. April 17690..
b) Jst in unsern Aemtern und Landschaften ein Erkenntniß wegen
streitiger Wegebesserung erforderlich ; so soll die Sache, nach der aus
unserm Obergerichte zu Gottorf ergangenen Verfügung voma41.
April 1769 nicht zum ordentlichen Gerichtégang gelangen, sondern
von dem Oberbeamten des Orts, und in zweiter Instanz von Un-
serm Goktorfischen Obergerichte summarisch erörtert und entschieden
werden.
Wenn hingegen zwischen zwei Aemter und Landschaften, oder
deren Untergehörigen , eine Wegebesserung streitig wäre: so müßte
der Zwist sogleich an das Obergericht gebracht, und daselbst recht-
licher Ausspruch erwartet werden.
Würden Besißer adeliger Güter unter sich, oder mit Unsern
Aemtern und Landschaften uud deren Eingesessenen über eine Wege-
besserung uneins; so soll, wie schon zum, Theil in der gemeinschaft-
lichen Verordnnng wegen Instandesetzung der Wege vom 13. April
1711 vorgeschrieben ist, Unser Obergericht zu Gottorf, sobald ihm
der Fall angezeigt wird, auf des unterliegenden Theils Kosten, aus
den Mitgliedern des Landgerichts. einen adeligen und einen gelehr-
ten Rath committiren, in der Sache, nach vorgängiger Local - Be-
sichtigung und summarischen Cognition, mit der Wirkung zu erken-
nen, daß ihrem Aussspruche zufolge, der Theil, welchem die Vesse-
rung des streitigen Weges entweder pure oder provisorio zuerkaunt
worden, sich derselben ohne einigen Einwand oder Vehelf zu unter-

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