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Landrechte die Verschiedenheit der Rechte des Wittwers und
der Wittwe, welche letztere weder das Kaufland wie jener
behielt, noch einen Theil vom Erblande ihres Mannes bekam.
s: 27.
s) Wirkungen der zweiten Ehe. ]
In Ansehung der Wittwe enthalten die Stadtrechte
nichts von dem Landrechte Verschiedenes, (nach den Bestim-
mungen der Vormürtider- Verordnung muß sie jettt theilen
vor Eingehung der zweiten Ehe); eine merkliche Abweichung
aber wieder in Ansehung des Wittwers, dieser soll nämlich,
auch im Falle er eine zweite Ehe eingehen will, wenn er
vor Zeugen feinen Kindern ihr mütterliches Vermögen Aus-
sage thut, zur wirklichen Theilung mit seinen Kindern nicht
genöthigt feyn. Er behält alsdann auch der mündigen Kin-
der Gut so lange sie wollen !). Theilt er aber weder, noch
thut er Aussage, so wird er dadurch bestraft, daß sein und
seiner zweiten Frau gesammtes Gut in zwei Theile getheilt
wird, wovon die Kinder den einen nehmen. Gleiches Recht
haben die Kinder, wenn ihre Mutter, öhne sie abzutheilen,
zur zweiten Ehe schreitet ). Durch Eingehung einer zwei-
ten Ehe hat der Vattr also den Nachtheil, daß wenn er auch
nicht gleich zu theilen braucht, er dies doch thun muß, wenn
die mündigen Kinder es verlangen.
Diese uralte Einrichtung der Aussage des Vaters hat alf
die Vormünder-Verordnung benutzt und sie auch auf das Land
D
) Yet: die oben g. 22 angeführte Resolution an den Magistrat
au Tönning.
Altes Schleswigsches Stadtrecht 5:9. Neues cap. 10. Flons-
burger Stadtrecht art. 1. 2. Apenradex Stadtrecht ru 3. 4,
Eckernförder Stadtrecht c.. 12. art. 88,

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