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verlangen). Stirbt hingegen die Mutter, so setzt nicht nur
der Vater mit den Kindern die Gütergemeinschaft fort, so
daß aller Gewinn und Verlust gemeinschaftlich wird ?), son-
dern die Kinder haben gar nicht das Recht,. vom Vater, so
lange er lebt, Theilung zu. verlangen, sondern müssen damit
zufrieden seyn, daß er ihnen, wenn das Vermögen so groß
ist, 3 Mk. und Schild, Schwerdt und Lanze giebt (nach un-
serm vexänderlichen Geldwerthe, der aus. Vergleichung der
Preise zu berechnen wäre, eine kleine Gelosumme und jett
gewöhnliche Waffen) ). ..
. Dies ist nun wieder eine sehr interessante Verschiedenheit
vom Landrecht, welche mir ganz folgerecht aus den verschie-
denen Verhältnissen auf dem Lande und in der Stadt scheint
erklärt werden zu können.
Auf dem Lande, wo keine allgemeine Gütergemeinschaft
Statt fand, behielt der Vater bei einer Theilung mit seinen
Kindern nicht nur sein eigenes Land, so wie besten Kindesa
theil von dem mütterlichen Lande (oben 9. 16), sondern auch
alles Kaufland, ihm konnte die Theilung nicht sehr lästig
fallen. Ganz anders in den Städten. Denken wir uns. hier
einen Kaufmann, der mit seinen Kindern, wann sie wollten,
hätte theilen müssen, und der dadurch genöthigt gewesen
wäre, wegen der allgemeinen Gütergemeinschaft die Hälfte
seines ganzen Vermögens aus der Handlung zu ziehen, so
) Nettes Schleswiger Stadtrecht exp, 10. Altes 9. 7. Flens-
burger art. 7. Apenrader Stadtrecht art. 2.
Altes Schleswiger Stadtrecht 9. 10. Neues 9. 12, Flens-
burger Stadtrecht art. 3. Apenrader Stadtrecht art. 5.
Altes Schleswiger Stgdtrecht §. 8. Neues c. 10. Flensbur-
ger Stadtrecht art, 41. Apenrader art. 3. Eckernförder c. 12,
art.
P
3)

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