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werfen. Die Grundlage derselben ist das Landrecht ! ), dessen
Destimmungen überall angewandt werden müssen , wo das
Stadtrecht sie nicht ausdrücklich ändert, oder die verschiedenen
Verhältnisse in den Städten nicht die Anwendung unmöglich
machen. Folgende Abweichungen finden sich in den Stadt-
rechten.
s. 23.
1) Begriff der Gütergemeinschaft nach den Stadtrechten.
Dieser ergiebt sich daraus, daß alles Gut auch das Land
in den Städten nach den Gesetzen als beweglich angesehen wird.
Das Flensburger Stadtrecht art. 14 drückt sich so darüber aus:
. ... Olt ther gooz, bothae hws oc jorth innaen
thin by oc uthaen scal verae boscup, oc skiltaes ja-
vaent itu. Eben so die übrigen. Apenrader Stadtrecht
art. 16. Haderslebener Stadtrecht art. 10 2). Altes Schles«
wigsches Stadtrecht §. 40. Neues Schleswiger Stadtrecht
cap: 60 ~ de schölen dat Lant . . , . deelen wennte dat
uppe denssch Bopenningh.
Da nun aber nach dem Landrecht Boskab. gemeinschaftlich
ist, so folgt, daß durch diese gesetzliche Annahme alles Gut beider
Ehegatten gemeinschaftlich wird. Statt daß also auf dem Lande
nur theilweise Gütergemeinschaft ist, findet in den Städ-
ten allgemeine Statt. Die Gründe dieser Haupt - Ver.
schiedenheit aufzufinden, ist nicht schwer, doch können sie hier
mehr nur angedeutet, als ausgeführt . werden. Ich habe
oben bei der Darstellung des Begriffs der Gütergemeinschaft
Haderslebener Stadtrecht art. 10. Arf skiftes saa here y By
som y Logbog er skriffen uden Jord u. \. w. Ueberdies zeigt
dies der ganze Geist der Stadtrechte.
) Nach der Note im Corp. star. Il. S. 453 ist Erbland jetzt uicht
mehr gemeinschaftlich.

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